I know of no single factor that more greatly affects our ability to perform than the image we have of ourselves. (..) The most dramatic changes that take place…occur when you abandon a concept of self which had previously limited your performance. My job is to let go of the concepts and limiting images which prevent me from perceiving and expressing my greatest potential.”


(Timothy Gallwey, author of Inner Game of Tennis; in The Total Runner by Dr. Jerry Lynch)

Dienstag, 30. September 2014

Lichtblogger - 1. Erhellungstest


Ich hatte ja bereits darüber berichtet, dass ich zukünftig für LED Lenser als Lichtblogger Berichte schreiben darf. Während der Zeugwart und ich nun also im Erholungs-Baum-Wander-Film-Ironman-Urlaub waren, ist mein erster Produkttest geliefert worden. Die Neo Kopflampe von LED Lenser.  Für den Test durfte ich mir die Farbe aussuchen, meine ist grün. 

Geliefert wird sie in einem kleinen schicken Karton, der auch gleich anbietet, dass man doch mal testen soll. Natürlich drücken wir gleich mal auf den Knopf und stellen fest: hell ist sie. Wow. Ausgepackt ist die Lampe ebenfalls flott. Ich finde, sie ist ziemlich leicht und bei einem Blick auf die technischen Daten sind's tatsächlich nur 54g. Auf dem Kopf merke ich dieses Leichtgewicht gar nicht. Da gibt es definitiv schwereres. 



Das Batteriepack, am Hinterkopf, ist schön schmal und sieht ordentlich stabil aus. Zusätzlich hat es ein Licht, dass je nach dem, wie oft man so auf den Schalter, der vorne direkt an der Lampe sitzt, drückt, auch blinkt. Das ist ganz praktisch, so wird man auch von hinten gesehen... falls es den anderen Verkehrsteilnehmern nicht ausreicht, dass man vorne ordentlich hell macht. Gute Idee finde ich. Auch wenn ich mir nicht sicher bin, ob man das rote Licht sieht, wenn mein Pferdeschwanz hin und her wippt. 



Den ersten Einsatz hat die Stirnlampe gleich mal auf unserem Speicher. Da müssen nämlich die Koffer, die mittlerweile längst wieder leer sind, wieder hin. Und weil auf dem Speicher kein Licht ist, nehme ich mir nun einfach welches mit nach oben. Kaum stecke ich den Kopf durch die Luke, ist der Speicher taghell erleuchtet. Da staune ich nicht schlecht. Funsel ist was anderes. Die Lampe macht ordentlich hell. Nun ist unser Speicher ja platzmäßig begrenzt. Leider. Wir werden also weitere Erhellungstests mit der LED Lenser Neo machen und berichten. 

Freitag, 26. September 2014

Walschmachten

Selbstverständlich müssen wir auch ordentlich einkaufen gehen, wenn man quasi schon mal im Outlet- und Schnäppchenparadies USA ist. Wir haben also deshalb gestern praktisch einen ganzen Tag dafür genutzt. Wir waren in der bislang größten Outlet Mall die wir kennen in Gilroy und haben noch allerlei Geschenke und Mitbringsel erstanden. Unsere Koffer werden am Ende dieses Urlaubs sicherlich nicht mit 15kg und 16kg nach Deutschland zurück fliegen, das sagt mir ein Blick in den Kofferraum unseres KIA Leihwagens. Und dafür muß ich Waage nicht studiert haben. 

Nach unserem gestrigen Shoppingabenteuer ist es heute wieder an der Zeit die Natur zu genießen. Kalifornien ist dafür regelrecht prädestiniert und weil ich außer Daniel natürlich auch immer den Zeugwart als Reiseberater dabei habe, bietet es sich an, auf beide Herren möglichst oft zu hören. Heute ist der Zeugwart dran. 

Wir fahren nach Monterey an den Pier am Hafen und besteigen ein Whale Watching Boot. Die Herren von Chris' Fishing and Whale Watching sind total nett und äußerst bemüht uns die Wale näher zu bringen. Obwohl eigentlich jeder hier auf dem Schiff sowieso schon eine Grundbegeisterung mitbringt. Das ist mal sicher. 

Wir fahren rund 45Minuten in die Monterey Bay hinaus und können von weitem schon Fontänen sehen. Und wir sehen einen Orca, allerdings ist der wirklich weit weg. Hier unter uns tummelt sich was, das ist sicher. Immer mal wieder taucht eine Rückenflosse an der Wasseroberfläche auf. Wahrscheinlich nicht nur eine, aber halt immer nur eine, da wo ich hinschaue. Meine Augen sind zwar eigentlich überall, aber bei solchen Gelegenheiten merke ich dann, dass das doch Schwachsinn ist. Hinter mir könnte ein Wal auftauchen und ich würde es nicht merken... weil ich das Wasser vor mir fixiere, wie bekloppt. 

Als der Kapitän den Motor abschaltet und uns alle auf die linke Seite lotst, beginnt ein Schauspiel, dass ich bei Walbeobachtungen in der Vergangenheit bisher so nie erlebt habe. Im Wasser sind außer vielen Vögeln auch noch zahlreiche Seehunde und auf einmal fängt es vor uns an zu brodeln. Das Boot schwankt, die Seehunde springen ständig wieder aufs Neue ins Wasser und plötzlich tauchen zahlreiche Walrücken vor uns auf. Die riesigen Buckelwale tauchen mal mehr, mal weniger tief ab und strecken dabei entweder nur ihren Rücken oder gleich die ganze Fluke aus dem Wasser. Mir kommen die Tränen vor Rührung. Das allerdings hatte ich dem Zeugwart angekündigt. Dieses Majestätische ist einfach so mitreissend. 

Um mich rum klicken die Kameras im Serienbildrythmus um ein möglichst tolles Bild der Fluke zu erhalten. Bei so vielen Bilderserien wird wohl was passendes dabei sein. Das ist zumindest zu vermuten. Ich bin ganz hingerissen und schmachte die Wale an. Einer kriegt das wohl mit und taucht abseits der Gruppe direkt neben dem Boot auf "meiner Seite" auf. Ganz sanft und doch unfassbar riesig. Und irgendwie ganz für mich alleine. Natürlich mache ich in dem Moment kein Foto. Ich kann einfach nur genießen. Der Wal und ich -und 55 andere Bootsmitfahrer natürlich- hatten einen kurzen Moment für uns alleine. Toll. Als er wieder abtaucht gibts wieder eine ordentliche Welle. Was er alles machen könnte mit seiner Kraft. Ich kann mir das nicht vorstellen. Will ich grad auch nicht. Ich bin beschäftigt mit Walschmachten. 




Und Ihr jetzt vielleicht auch? Ich kann so eine Waltour wirklich empfehlen. In Kanada haben wir ja schon mal Pilotwale gesehen, auch diese Touren waren super. Diese riesigen Buckelwale allerdings haben mich noch mehr gepackt. Wann ich aus dem Schmachten wieder rauskomme, und ob das überhaupt der Fall sein wird, das weiß ich noch nicht. Wir werden sehen.

Mittwoch, 24. September 2014

Auf zum gefallenen Tunnel

Der Ausblick vom Glacier Point gestern war wirklich beeindruckend. Hier im Yosemite Nationalpark gibt es hohe Ausblicke. Was uns auffällt ist, dass die Bäume bis in größere Höhen stehen, als bei uns in den Alpen. Zumindest kommt es uns so vor. Besser ausgedrückt, die Baumgrenze ist niedriger in Europa. 

Heute wollen wir uns mal wieder Bäume ansehen. Im Yosemite gibt es zwei große Haine mit Giant Sequoias. Einen haben wir bereits im letzten Urlaub in dieser Ecke besucht und den zweiten: Mariposa Grove, wollen wir uns heute ansehen. Mit uns haben das anscheinend auch noch ein paar andere Menschen vor, denn der Parkplatz im Grove ist voll als wir ankommen. Da man im Yosemite aber ganz offensichtlich auf solche Menschenmassen eingestellt ist, parken wir einfach auf einem anderen Parkplatz und nehmen den kostenfreien Shuttlebus. Der fährt alle 20Minuten und der Fahrer gibt sogar noch ein paar Tipps, die wir sonst nicht bekommen hätten. Klasse. 

Nach dem Aussteigen gehe ich erst mal auf die Parkplatztoilette. Ich musste mich nämlich beeilen, damit wir den Bus kriegen, und so war für einen Toilettengang keine Zeit. Diese Parkplatztoilettenhäuschen sind diesbezüglich wirklich ein Segen. Sobald sich allerdings die Tür öffnet, könnte ich mich direkt in jede Ecke der Kabine übergeben. Sofort, mit oder ohne Mageninhalt. Egal. Der Gestank ist einfach unheimlich schrecklich. Hier in der Wildnis gibt es keine Wasserspülung. Die Toiletten sind einfach tiefe Löcher und stinken buchstäblich zum Himmel. Nach wenigen Sekunden hat sich meine Nase allerdings gewöhnt und ich bin erstaunt, wie schnell man sich an einen solchen Gestank tatsächlich gewöhnen kann. Auf die Toilette gehen, ohne sich zu übergeben ist wirklich was wert. 

Es gibt hier im Mariposa Grove gibt es unheimlich viele Sequoias anzusehen. Das absolute Highlight ist aber wohl ein gefallener Riese, der bis 1969 eine Durchfahrtsöffnung hatte. Im Fachchinesisch also ein Fallen Tunnel Tree. Laut Karte liegt er am weitesten vom Parkplatz und der stinkenden Toilette weg. Auf dem Weg gibt es noch viele weitere Seqoias zu sehen, denen Namen gegeben wurden und zahlreiche weitere, ohne speziellen Namen natürlich auch.


Die Sonne scheint wie bekloppt vom Himmel, während der Zeugwart und ich den Mariposa Grove immer bergauf laufen. Wir laufen am Fallen Monarch Tree vorbei, der seit 300 Jahren im Wald rumliegt und finden uns mit lauter anderen Besuchern beim Grizzly Giant ein. Dem ältesten Sequoia hier im Wald. Wenn jedes Foto dem Park 10Cent einbringen würde, würden die hier täglich Millionen machen. So kommt es mir zumindest hier vor. Ein paar Meter weiter steht der letzte lebende Tunnel Tree, der 1895 ausgehölt wurde um mit Kutschen durchfahren zu können. Der ist fast noch eine größere Attraktion als der Grizzly Giant. Bis wir durchlaufen können, weil der Weg zum gefallenen Riesen eben hier lang geht, dauert es etwas. Immerhin werden heutzutage die Fotos nicht nur mit normalen Kameras, sondern auch mit allen verfügbaren Mobiltelefonen gemacht. Das kann also dauern. 

Als wir endlich durchlaufen, stellen wir fest, dass wir die meisten Besucher hinter uns gelassen haben. Jetzt wird auch der Weg steiler und enger. Wo vorher vier bis fünf Menschen nebeneinander her gehen konnten, laufen der Zeugwart und ich nun oft hintereinander her, weil der Weg nur noch einem Trampelpfad gleicht. Und natürlich mal mehr, mal weniger steil nach oben. Klar. Ich muß an Anna denken, die auf ihrem Blog regelmäßig von ihren Bergläufen berichtet. Sie muß unheimlich fit sein. Der Zeugwart und ich gehen und sie rennt immer durch die Gegend. Wahnsinn. Wir machen öfter mal Trinkpausen, immerhin sind wir hier auf rund 2000m und laufen ganz oft schattenfrei. 

Ab und an sehen wir Schilder im Wald, die uns unser geplantes Ziel ein bisschen näher bringen. Aber wirklich nur in ganz kleinen Schritten. Meilen sind ja eh viel länger als Kilometer... aber bergauf geht's noch langsamer, als geradeaus. Wow. Irgendwann glaube ich schon selbst gar nicht mehr daran, dass dieser gefallene Tunnel Baum tatsächlich irgendwo hier oben rumliegt. Aber die Wanderung ist schön. 

Und natürlich liegt er auch irgendwann vor uns. Nur noch ein paar in Stein gehauene Stufen hoch und schon ist er da. Wahnsinn, was ein riesiger Baum. Unglaublich, was das für ein Getöse gewesen sein muß, als er wegen der Schneelast zusammengebracht.


Beim Abstieg nehmen wir einen anderen Weg und sind viel schneller. Wir haben einen wahren Sightseeing Aufstieg gewählt, der viel länger und wesentlich einsamer war, als der Hauptweg. Da ist ein Abstiegseis mehr als gerechtfertigt, dass wir verspeisen, während wir auf den Shuttlebus warten.


Dienstag, 23. September 2014

Einmal Valley und zurück

Normalerweise, wenn wir „inklusive Frühstück“ buchen, bzw. von Daniel gebucht bekommen, gibt es ein paar Kellogs inkl. Milch, Kaffee und Bagels inkl. Marmelade. Mit Glück sind auch noch ein paar Muffins oder ein Waffeleisen am Start. Das heutige Frühstück toppt das alles allerdings bei Weitem. Es gibt alleine 1m an kleingeschnittenen frischen Früchten plus einen weiteren Meter Backwaren-Allerlei, dabei sind Scones, Muffins, Donuts, Bagels, verschiedene Sorten Brot, dazu Cerealien, Aufschnitt, Marmelade, verschiedene Sorten Milch, inklusive Mandelmilch und verschiedene Sorten Kaffee und Tee, sowie verschiedene Säfte. Respekt, was ein Angebot. Ehe wir heute in den Yosemite Nationalpark fahren, haben wir also hier die Gelegenheit es uns hier richtig gut gehen zu lassen.

Die Fahrt zum Parkeingang dauert ab Mammoth Creek nur ungefähr 40Minuten und schon sind wir drin und fahren die Tioga Pass Strasse hinunter. Hier waren wir schon mal vor ein paar Jahren und so wissen wir heute natürlich ganz genau wo wir hinmöchten. Runter ins Yosemite Valley und später dann rauf zum Glacier Point.

Wahnsinn, wie gut verheilt alles seit dem Unfall ist. 
Das Yosemite Valley ist einspurig, das kann ich natürlich sehen, verstehe aber die Karte nicht auf Anhieb, so dass ich den Zeugwart erst mal zu einem Parkplatz lotse, zu dem wir frühstens in einer Stunde, auf dem Rückweg kommen werden. Paßt schon... wir haben ja Urlaub. Also betrachten wir uns den Capitain, den Half Dome und den Sentinel Dome von ziemlich weit unten, nutzen die Ferngläser aus, wie selten und staunen, wie alle hier, darüber, dass der Yosemite Fall ausgetrocknet ist.


Es ist wirklich schön hier im Valley. Das findet jeder. Es sind auch wirklich viele Besucher hier. Man trampelt sich zwar nicht tot, aber einsam ist man hier sicherlich auch nicht. Ist wahrscheinlich auch ein bisschen viel verlangt an einem Septembertag mit so genialem Wetter. Wir laufen heute nicht mit den Massen mit, der Yosemite Fall ist ausgetrocknet, also müssen wir ihn nicht wirklich betrachten. 


Um zum Glacier Point zu gelangen müssen wir der Einbahnstrasse weiter folgen und unendlich lange bergauf fahren. Es gibt hier einfach herrliche Ausblicke. Der Zeugwart wirft sich in jede Kurve und derer gibt es zahlreiche. Ich schaue nach wilden Tieren und entdecke auch tatsächlich das ein oder andere Reh. Wir steigen auf dem Weg ein paar Mal aus und laufen dann natürlich auch bis zum Glacier Point, dem eigentlichen Ziel des heutigen Tages. Hier ist man direkt über dem Yosemite Valley und kann den Half Dome toll sehen. Der macht seinem Namen wirklich alle Ehre. 


Dieser lange Trip heute hat sich wirklich gelohnt, obwohl das Knie vom vielen Autositzen nicht so sehr begeistert ist. Und weil es einen Lauf gibt, wohnen wir auch noch in einem nicht so sonderlich guten Hotel... na ja. Ist ja nur für eine Nacht. 

Montag, 22. September 2014

Lohnenswerte Geister

Unser Lieblingsurlaubsplaner meint es heute ernst mit uns. Wir verlassen die heiligen Hallen des Ritz Carlton am Lake Tahoe und lassen uns ein letztes Mal das Auto vorfahren. Das war ein grandioser Aufenthalt hier. Leider riecht es nach wie vor nach Rauch, als wir losfahren und so gibt's weiterhin nur Umluft. Die Rauchsäule zieht nach Norden weiter, wir fahren nach Süden. Guter Plan. 

Nach einem super Frühstücksstopp im IHop Restaurant, einer Kette, die wir erst in diesem Jahr überhaupt entdeckt haben, fahren wir durch unendliche Weiten. Der Weg ist wirklich endlos... und es geht die meiste Zeit geradeaus. Immer nur geradeaus. Wahnsinn. Wir machen heute wirklich viele Kilometer. 

Immerhin hat Daniel für uns eine Pause eingeplant. Wir schauen uns eine Geisterstadt an. Wir fahren dafür mehrere Meilen über eine unbefestigte Straße und als wir irgendwann am State Park Eingang ankommen gibt es für 10USD Eintritt ein paar warme Worte und für 2USD einen "Self-Tour-Guide" in Papierform. Und weil wir Deutsche sind, gibt es eine deutsche Übersetzung gleich mit dazu. Wir parken da, wo gefühlte 80 weitere Autos rumstehen und marschieren los.


So geisterhaft ist Bodie gar nicht. Zumindest nicht heute. Die Stadt ist voll mit Menschen. Jede Straße wird hier abgeklappert, alle Besucher schauen in die verlassenen Häuser hinein und im Museum ist soviel los, dass dem Gebäude wahrhaftig Leben eingebaut wird. Vor manchen  Häusern stehen mehr oder weniger verfallene Fahrzeuge, die für die anwesenden Fotografen ein wahrer Segen sind. Verfallene Häuser scheinen nicht für jeden ein lohnenswertes Motiv zu sein. Ich kann das verstehen.


Ich schaue natürlich auch in ein paar Häuser rein und entdecke gedeckte Tische, verfallene Betten, alte Badezimmer, Truhen, Kommoden und Schränke.

Das ist der Blick ins Hotel... 
Die Menschen hier haben wirklich auf kleinstem Raum gelebt. Alles ist wirklich verfallen, man versucht es in diesem Zustand zu konservieren. In den Holzhäusern muß es im Winter so richtig eiskalt gewesen sein. Wir entdecken zwei Gebäude, die vom Parkpersonal bewohnt werden. Es sind die einzigen Gebäude, in deren Fenster man nicht reinschauen kann. Einige Parkbesucher finden das reichlich uncool.


Der Zeugwart und ich müssen uns hier nicht wirklich lange aufhalten. Der Planet brennt und wir marschieren einige Strassen ab, betrachten die verlassenen Häuser, wundern uns über die vollständig erhaltene Europakarte in der Schule und beschließen dann, dass wir für heute genug Geister hatten. 

Über eine andere, noch längere, unbefestigte Strasse fahren wir direkt zum Mono Lake, der wirklich extrem wenig Wasser hat. Vom Aussichtspunkt aus kann man die bekannten Säulen gut erkennen, die normalerweise unter Wasser liegen. Da fehlt ordentlich Wasser im Vergleich zu den Bildern, die man sonst so sieht. 

Unsere Übernachtung, ehe es morgen in den Yosemite geht, ist heute in Mammoth Lakes gebucht. Wir wohnen im Hotel mit den dünnsten Wänden überhaupt und hoffen inständig, dass die Obernachbarn nicht durchbrechen. Und natürlich schauen wir heute die Season Premier von der letzten Staffel der Big Bang Theory. 

Sonntag, 21. September 2014

Big guys do cry

Der Wecker klingelt tatsächlich um 3h und um 3:45h sitzen wir wie geplant im Auto. Ich glaube, das passiert dem Valet Parking Mann auch nicht ganz so oft... aber er zeigt es nicht. Er öffnet mir die Tür, als wäre es 15h am Nachmittag und wünscht uns einen erfolgreichen Tag. Na dann: auf geht's. 

Wir fahren nach Süden, über die Radstrecke in Richtung Squaw Valley. Hier, wo 1960 die Winterolympiade statt fand, ist die zweite Wechselzone und später dann auch das Ziel des heutigen Ironmans. Wir müssen heute unsere Lüftung im Auto auf Umluft schalten, so verraucht riecht es hier auf der Strecke. Es ist noch stockdunkel, aber der Geruch trügt nicht. Ich glaube nicht daran, dass hier heute ein Ironman statt findet... der Veranstalter hat gegenüber den Athleten eine Verantwortung. Vielleicht male ich aber auch nur schwarz und es kommt noch ein Wind auf, der den Rauch weg bläst. 

Dann allerdings wäre Wind auf der Radstrecke. Ob das den Athleten gelegen kommt? 

Wir sind überpünktlich in Squaw Valley, statten uns mit allen notwendigen Ironman Utensilien aus, und marschieren an der langen Schlange der Shuttlebusse entlang nach vorne. Die Fahrt zum Schwimmstart dauert kaum 30 Minuten. Im Bus herrscht gute Stimmung. Die Athleten sind voller Vorfreude, ständig blitzt es irgendwo, weil noch ein Erinnerungsbild geschossen wird. Ich hoffe, dass Wind aufkommt. Inständig. Auch wenn die Athleten dann an manchen Stellen der Radstrecke sehr leiden würden. 

Die Radstrecke des Ironman Lake Tahoe ist sowieso nicht wirklich einfach... mit Wind wäre es noch härter. Auf der anderen Seite heißt es aber eben auch Ironman und nicht Kindergeburtstag. Ich bin unsicher, was ich wünschen soll. 

Als wir an der Wechselzone ankommen, herrscht bereits reges Treiben.


Jeder Athlet wird hier mit Edding markiert und die freiwilligen Helfer liefern sich wahre Wortgefechte um möglichst viele der Athleten abzubekommen. Die Wechselzone ist mit riesigen Strahlern beleuchtet, weil es mit der Straßenbeleuchtung hier in den USA eben einfach nicht so weit her ist. Die Stimmung ist einzigartig... wie es bei jedem Ironman der Fall ist. Eine Mischung aus der Routine der Mehrfachstarter und dem Adrenalin der Ersttäter. Viele sind mit ihren kompletten Familien angereist und es werden Hinweise ausgetauscht, wo mit Anfeuerung zu rechnen ist und wann der entsprechende Athlet genau dort zu sein plant. Alles ist wie immer.


Bis zu dem Zeitpunkt, als das Rennen abgesagt wird. Der Veranstalter hat keine Wahl. Der Rauch verzieht sich nicht, er wird schlimmer und die Rußbelastung ist viel zu stark, als dass man das Risiko eingehen möchte tausende Athleten diesem Gesundheitsrisiko auszusetzen. Ich bin in einer kurzen Schockstarre. Ich hab's gewußt. Wie schrecklich. Die armen Athleten. Das ganze Training, alles auf einen Tag ausgerichtet, der ganze Verzicht, die viele Zeit und dann fällt alles aus, weil ein einziger Vollidiot irgendwo ein Feuer gelegt hat, dass seit Tagen brennt und kaum unter Kontrolle zu bekommen ist. Für den Wind von heute Nacht kann keiner was. Aber besser macht es das trotzdem nicht. 

Obwohl ich kein Training hinter mir habe und auch kaum Zeit investiert habe, bin ich trotzdem massiv frustriert und kann jeden Athleten verstehen, der das durchmacht. Ich werde mehrfach angeschrien, weil die Athleten sich irgendwo Luft machen müssen... und mindestens genauso oft höre ich ein Danke, dass ich überhaupt hier bin. Ich habe noch nie soviele Männer weinen sehen. Das tut mir so unendlich leid. In der Wechselzone bricht kein Chaos aus. Alles passiert ziemlich geordnet. Wir werden gebrieft, welche Möglichkeiten die Athleten jetzt haben und wieder mal helfen der Zeugwart und ich wo wir können. 

Wir gehören auch noch zu den Glücklichen, die ihr Auto aus Squaw Valley abholen dürfen. Später hören wir, dass die Region evakuiert wurde und derzeit jeder Zutritt verwehrt wird. Das Gesundheitsrisiko den Rauch einzuatmen ist einfach zu groß. Was ein Vormittag... ich brauche sicherlich ein paar Tage um das zu verarbeiten. 

Samstag, 20. September 2014

Ironschnäppchen mit Seerundfahrt

Heute feiern der Zeugwart und ich Premiere: wir schauen uns ein Ironkids Rennen an. Ehe es für die erwachsenen Athleten morgen früh ab 6:30h los geht, sind -wie so oft- einen Tag vorher die Kinder dran. Wir sind ein paar Minuten zu spät, so dass uns nur Minuten nach der Ankunft 100erte Kinder entgegenrennen. Je nach Alter werden ein paar Hundert Meter bis zu einer Meile absolviert. Dabei dürfen die ganz Kleinen natürlich in Begleitung rennen. Wobei wir bei manchen Kindern wirklich das Gefühl haben, dass die Mitmachidee einzig auf dem Mist ihrer Eltern gewachsen ist. Selten habe ich Kinder gesehen, die sich so vehement gegen das ins Ziel rennen wehren, wie hier. Das hätte man manchen Kleinen aber wirklich besser verkaufen können. 

Nach dem Kinderlauf geht's für uns noch ins Ironman Merchandise Zelt. Dagegen sind die Zelte in Europa, die wir bisher so kennen wirklich nicht groß. Der Zeugwart macht einen Sugoi Jacken Schnapp, weil es diese Jacke in Europa bisher noch gar nicht gibt und wir auf der IM Messe in Wiesbaden lediglich einen Prototypen bestaunen durften. Alleine schon hierfür hat sich der Besuch heute auf der Messe vollständig gelohnt. 

Da wir unseren zweiten regelrechten Urlaubstermin heute um 16h haben, ist noch viel Zeit. Wir nutzen deshalb die Gelegenheit und fahren um den See. Es gibt hier zahlreiche wunderschöne Ausblicke zu bewundern. Der Ironman findet im Norden statt und so waren wir natürlich hauptsächlich hier unterwegs. Der Süden lohnt sich aber mindestens genauso. Es ist wirklich herrlich hier. 
Im Hintergrund über den Bergen sieht man den Rauch des King's Fire. 
Die Fahrt einmal um den kompletten Lake Tahoe dauert eigentlich keine zwei Stunden, da wir allerdings noch ein bisschen bummeln, etwas essen und natürlich zahlreiche Ausblicke bewundern, dauert es bei uns etwas länger, bis wir wieder in King's Beach ankommen. Hier ist die Wechselzone 1 des morgigen Ironmans und die Athleten sind bereits ordentlich damit beschäftigt ihre Räder einzuchecken. Im Gegensatz zu deutschen Veranstaltungen werden die Räder und die Helme hier von keinem Kampfrichter einer Sichtprüfung unterzogen. Hier geht jeder Athlet einfach nur in die Wechselzone und stellt sein Rad ab. Der Beutel kommt in eine Zone vor dem Wechselzelt. Aber der Reihe nach.

Ganz schön wenig Platz... 

Es gibt sogar Handwaschbecken! 
Klappstühle im Wechselzelt.
Ich bin erstaunt darüber, was wir in Europa für eine Sicherung der Wechselzone haben und wie es hier funktioniert. Der Absperrzaun zum Beispiel geht mir bis etwas über die Hüfte. In Deutschland haben wir über Mann hohe Zäune. Aber hier klappt das offenbar. An Triathlonrädern hat hier offenbar keiner Interesse, außer den Sportlern selbst. Und das, obwohl in dieser Wechselzone genauso viele extrem teure Räder stehen, wie in Europa. 

Wir gehen heute früh ins Bett, weil der Wecker um 3h morgens klingeln wird morgen früh. Wir fahren mit dem Auto ins Squaw Valley um dann mit dem Athletenshuttlebus zum Schwimmstart zu fahren. Das wird nichts, wenn wir heute lange wach bleiben. 

Freitag, 19. September 2014

Das Dorf der tausend Proben

Der Lassen Volcanic Park war einfach super gestern. Wir haben die Höhenluft genossen und ich habe jedem eventuellen Muskelkater noch mit einem Whirlpoolbad entgegen gewirkt. Das hat auch gut geklappt, denn heute habe ich weder Muskelkater, noch schwere Beine. Wir sollten über einen Whirlpool zu Hause nachdenken. Ich muß das mit dem Zeugwart besprechen. 

Unser Weg führt heute an den Lake Tahoe. Da ist dieses Wochenende Ironman und der Zeugwart und ich mixen Urlaub und Arbeit ein ganz kleines bisschen und bleiben bis Montag. Unsere erste Tat besteht darin, dass wir uns mal die Radstrecke anschauen und die Expo. Letztere ist nicht mit Europa vergleichbar, finde ich. Hier findet man keinen Fahrradverkaufsstand, keine Sättel, unfassbar umfassende Beratung, viele Proben und eher weniger zu kaufen. Bull Frog Sonnencreme zum Beispiel, einer der Sponsoren hier, der für die Athleten auf der Strecke Sonnencreme ausgeben wird, hat gar keine Verkaufsprodukte dabei. Nur Sprays und Flaschen um direkt was auszuprobieren und tausende Proben, die man mitnehmen kann. 


Allerdings wird man komisch angeschaut, wenn man nur eine Probe nimmt. Auch eine Kühlkompresse, die man mehrfach verwenden kann, wird uns förmlich in die Hand gedrückt. Wir sollen sie ausprobieren und dann unbedingt wieder kommen um noch weitere kostenfreie Proben mitzunehmen. Das ist wirklich ganz anders als in Europa. Wenigstens könnte man die Kompresse hier am Stand auch kaufen, wenn einem die vielen kostenlosen Proben nicht ausreichen.

Es gibt hier außerdem ein riesiges Ironman Merchandise Zelt. Ich habe das Gefühl, es ist noch mal doppelt so groß, wie das, was beim Ironman in Frankfurt stand. Und das fand ich schon ordentlich. Es ist voll mit schönen Sachen, es gibt hier praktisch nichts drin, was mir nicht gefällt. Ich bin allerdings etwas verwirrt ob der Auswahl... gute 50 paar unterschiedliche Socken sind einfach massiv. 


Und dann gibt es noch mal mindestens soviele Kappen im Ironman Design. Die Amerikaner lieben Kappen. Das ist offensichtlich. Wir genießen die Messe, sacken Proben ein, machen in den umliegenden Geschäften im Squaw Village noch ein paar Schnäppchen, schauen den Zielkanal an und fahren dann die Radstrecke weiter zum Schwimmstart. 



Der ist am Kings Beach der natürlich direkt am Lake Tahoe liegt. Der See hat wenig Wasser, aber das war bei der derzeitigen Trockenheit in Kalifornien zu erwarten. Die Radstrecke hat es in sich. Unglaublich. Dagegen ist die Radstrecke in Frankfurt topfeben. Und immerhin wurden hier zwei oder drei Berge mit speziellen Namen versehen. Das ist ein Scherz, wenn man sich diese Radstrecke ansieht und ich weiß jetzt auch, warum so viele nach Europa kommen, um dort einen Ironman zu machen. Wenn jeder Ironman in den USA auch nur ansatzweise so ist, wie dieser hier, dann Prost. 

Aus mittlerweile kaum mehr nachvollziehbaren Gründen, wohnen wir im Besten Haus am Platz und staunen nicht schlecht, als wir begrüßt werden wie die Könige. Ein junger Mann parkt unser Auto und unser Hotelzimmer hat einen Kamin. 


Irre. Sowas haben wir noch nicht erlebt... 

Donnerstag, 18. September 2014

In Teufels Küche

Wir sind heute früh nicht weit vom nächsten Etappenziel entfernt... und eigentlich auch nicht vom Frühstück, wenn man in amerikanischen Verhältnissen denkt. Denkt man aber in europäischen Entfernungen, dann können einem 15km Fahrt zum Frühstück schon irgendwie verrückt vorkommen. Wir haben allerdings einen Breakfastvoucher vom Hotel und fahren deshalb einfach mal typisch amerikanisch über den Freeway zum Frühstück beim Lumberjack. Sowas gehört zu einem USA Urlaub einfach dazu. Das Schmunzeln und / oder das Kopfschütteln darüber aber eben genauso. 

Nachdem wir also das durchaus leckere und sehr empfehlenswerte Frühstück eingenommen haben, packen wir die Taschen und machen uns auf den Weg in den nicht weit entfernten Lassen Volcanic National Park. Der Park hat mehrere Highlights und wir wollen versuchen uns möglichst viele davon heute anzusehen. Es soll heute vor allem gewandert werden. Nach dem Fern Canyon gestern, hat mein Knie das Bewegungsfieber gepackt. Die Wanderung gestern mit ihrem ganzen auf und ab und den Unebenheiten war nicht schmerzhaft, wie erwartet, also wiederholen wir alles was gut tut. 

Im Park fahren wir als erstes an die Devastated Area. Hier soll der aufmerksame Parkbesucher die Spur der Verwüstung des letzten Vulkanausbruchs, der vor 100 Jahren statt fand, sehen können. Ich muß zugeben... richtig verwüstet ist hier nichts. Die Bäume sind nicht kleiner oder anders, als an den anderen Stellen im Park, an denen wir vorbei gefahren sind und dass an dem Hang gegenüber kein Baum wächst, mag auch einfach an der Höhe liegen. Lassen Peak ist immerhin 11500 Fuß hoch. Vor dem Ausbruch war der Vulkan höher, aber wirklich niedrig sieht er jetzt eben auch nicht aus. Hier liegen zahlreiche schwarze riesige Steine rum, die vom Vulkanausbruch herrühren.


Sie sind teilweise her geschleudert worden (unser Standort ist immerhin 3 Meilen vom Krater entfernt) oder auf Eis bis hier her gerutscht, ehe das Eis geschmolzen und die Talfahrt beendet wurde. Die Brocken sind schon groß, das stimmt, sie sehen aber auch nicht nach Zerstörung aus. Interessant finde ich, dass die Brocken nach der Aussage von Zeitzeugen auch Tage nach dem Ausbruch noch so heiß waren, dass man sie nicht anfassen konnte. Praktisch jeder dieser großen schwarzen Steine heißt deshalb Hot Stone. Kreativ ist was anderes, treffend war das anscheinend trotzdem. Der Weg führt an ein paar Schautafeln mit Erklärungen vorbei und ist mit einer Länge von 30Minuten angegeben. Der Zeugwart und ich sind offenbar wahnsinnig sportlich, oder schnell im lesen... nach 10Minuten sind wir am Auto zurück. Ich tippe natürlich auf wahnsinnig sportlich... ist ja schließlich ein Triathlon-Blog hier.


Unser nächster Stop ist ein Wanderweg, der zum Kings Creek Wasserfall führen soll. Leider ist er nach ein paar Kilometern wegen Wartungsarbeiten geschlossen. Der fleißige Wanderer bekommt zwar eine Alternative genannt, wie man trotzdem hinkommt, dem Zeugwart und mir reicht aber der Ausblick und so laufen wir zum Auto zurück, um zum eigentlich Punkt des Interesses zu fahren. Im Lassen Park gibt es nämlich auch thermische Aktivitäten. Sowas haben wir noch nie gesehen... also nichts, wie hin. 

Der Bumpass Hell ist jeden Meter wert, den man dafür laufen muß. Erst geht es ein paar Windungen an der Caldera des Mount Tehama entlang, ehe dann von einem Schritt auf den anderen ein ordentlicher Schwefelgeruch in der Luft liegt. Der Weg an der Caldera entlang lohnt sich schon total, aber wenn man dann in das Tal der Teufelsküche von oben herunter schaut ist man schwer beeindruckt. Das ist auch wirklich ein Getöse, wenn der Dampf aus der Erde entweicht. Die Geräuschkulisse ist ordentlich. 




Der Zeugwart und ich sind mehr als hin und weg. Der Ab- und später der Aufstieg lohnen sich wirklich. Der Weg ist toll und die kochenden Wasser- und Schlammlöcher sind absolut sehenswert. Derzeit ist es in Kalifornien ja erschreckend trocken, so dass wir nicht alle sonst tatsächlich vorhandenen brodelnden Löcher gesehen haben, aber das, was im Augenblick brodelt und kocht, ist schon klasse. Ein Plankenweg führt einem an praktisch jedem möglichen Loch vorbei, daher wissen wir, dass einige trocken liegen bzw. sonst wässriger brodeln, als es jetzt der Fall ist. 

Wir können diese Wanderung wirklich nur jedem empfehlen. Die Zeitangabe auf der Nationalparkseite ist allerdings übertrieben. Wir haben nämlich wirklich ausgiebig blubbernde Schlammlöcher, Wassersprudelbäder und viele Hörnchen betrachtet und waren längst nicht zwei Stunden unterwegs. Und obwohl ich ja bereits unsere absolute Sportlichkeit erwähnt habe muß ich sagen, die Schnelligkeit bei dieser Tour lag sicherlich nicht daran, dass ich derzeit mordsmäßig gut trainiert wäre. Die Tourzeit ist einfach sehr hoch angesetzt. 

Mittwoch, 17. September 2014

Besuch im Jurassic Park

Obwohl ich mich -bekannterweise- meistens nicht an Filme oder Bücher erinnern kann, gibt es Filme, bei denen ich ganz genau weiß, dass ich sie super fand. Da bleibt mir zwar die eigentliche Geschichte nicht in Erinnerung, aber wenigstens, ob es sich gelohnt hat. Das ist ziemlich cool, weil ich so weiß, was sich ganz offenbar auch ein zweites oder drittes Mal lohnt. Wie praktisch. 

Einer dieser absoluten Superfilme ist Jurassic Park. Jede Nummer. Jeder der Filme ist absolut sehenswert und das nicht nur, weil ich Dinosaurier mag. Ich finde die Filme sind gut gemacht, die Natur ist der Hammer und die Dinos realistisch, so wie ich sie mir eben vorstelle. Der Rest der Handlung ist nicht ganz so entscheidend. 

Hier, an der Westküste der USA bietet sich mit den Coastal Redwoods eine einzigartige Kulisse für viele Filme. Gestern haben wir den Waldplaneten Endor besucht und heute wollen wir auf den Spuren der vergessenen Welt wandern: im Fern Canyon. Hier wurden ein paar Szenen aus Jurassic Park  2 gedreht, die Aufnahmen im Film sprechen für sich und der Zeugwart und ich fühlen uns bei unserer Wanderung durch die Schlucht irgendwie wie im Dschungel. Oder wie im Jurassic Park.



Es tropft von den Wänden des Canyons, der komplett mit Farn überwuchert ist. Hier ist der Name absolut Programm. Mitten durch die Schlucht schlängelt sich noch ein Bach, der mal mehr mal weniger tief ist. Netterweise hat irgendein Ranger hier Holzplanken zusammengezimmert und damit Brücken gebaut. So wird sichergestellt, dass wir nicht gleich an der ersten Querung nasse Füße haben. Uns kommen Wanderer mit Gummistiefeln entgegen, das macht Sinn. 

Da das ein Rundweg ist, müssen wir weiter durch die Schlucht, egal wie schwierig der Weg auch sein mag. Mein Knie und ich brauchen mehr als einmal Stützhilfe vom Zeugwart, weil ich einfach nicht so mobil bin, wie das vor dem Unfall der Fall war. Bei manchen Bachquerungen bin ich mir allerdings nicht sicher, ob das vor dem Unfall besser gewesen wäre. Ich bin einfach nicht so super Kletterer. Jeder kann eben was anderes. Obwohl ich mit regelmäßigem "auf einem Bein stehen" ja bereits meine Fitness im Bezug auf Balance halten trainiere. Das hilft hier außerordentlich, weil ich so auf den einzelnen Steinen, die im Bach liegen und gerade so ein bisschen Aufstellfläche bieten, balancieren kann. 

Der Canyon macht unheimlich viel Spaß, weil es an jeder Ecke was Neues zu entdecken gibt und nach jedem Schritt die Welt schon wieder ganz anders aussieht. Am Ende geht es hinauf auf die Klippe in den Wald hinein. Auch hier stehen vereinzelt Redwoods in einem wirklichen Urwald. Im Gegensatz zu den Küstenwäldern, die wir bisher angeschaut haben, ist hier mächtig viel Unterholz und es gibt am Waldboden keine freie Stelle. Hier kann nichts zur Erde fallen. Gar nichts. Im Humboldt Park dagegen war am Waldboden gar nichts... nur Boden. Und der ist gar nicht so weit weg. Wenn man mal darüber nachdenkt. 

Als wir aus dem Wald wieder rauslaufen regnet es. Da wir mit unseren Storm Pullovern allerdings bestens ausgestattet sind stört das kaum. Wir entdecken trotzdem noch eine Herde Riesenhirsche und zwei Böcke, die über das Meer in die Ferne schauen. Die haben auch irgendwie was urzeitliches, so groß und majestätisch wie sie dastehen. Fehlt nur noch ein Dinosaurier und wir sind wirklich im Jurassic Park. 

Dienstag, 16. September 2014

Riesen im Wald

Vor Jahren habe ich mal versucht Mammutbäume selbst zu züchten, ohne wirkliche Ahnung, was für unterschiedliche Arten sich hinter dem Begriff verbergen und ohne vorher welche gesehen zu haben.  Meine Zucht hat auch keinen maßgeblichen Erfolg... keiner der Bäume hat letztendlich überlebt. In einem USA Urlaub, sind der Zeugwart und ich dann in den Sequoia Nationalpark gefahren um die riesigen Bäume mit eigenen Augen zu sehen. Erst haben wir jeden großen Baum für einen Sequoia gehalten und bei jedem gestaunt... bis wir tatsächlich einen sahen, und wirklich überwältigt waren. Im Vergleich zu den Redwoods, die wir uns heute ansehen wollen, sind die Sequoias aber eher kleinere Exemplare. Sie sind zwar oft dicker im Stamm, aber bei weitem nicht so hoch. Die Eindrücke steigern sich also von Urlaub zu Urlaub. 

Unser Roadtrip führt uns heute durch den Humboldt Redwoods State Park. Dafür braucht es nicht viel, wir biegen einfach vom Freeway ab und nehmen den Südeingang zum Park, der keinen Eintritt kostet. Parallel zur Autobahn verläuft die Avenue of the Giants und wir fahren einfach weiter gen Norden.


Langsam tauchen sie auf: die höchsten Bäume der Welt. Hier stehen Bäume die 350 Fuß (106m) hoch werden, im Vergleich zu den Sequoias in der Sierra Nevada, die "nur" 250 Fuß (76m) erreichen. Die Höhe ist wirklich gigantisch. Wir halten auf der Avenue of the Giants immer wieder an und laufen ein paar Meter in die Haine hinein. An der Strasse stehen oft die jüngeren, kleinen, Exemplare, während ein paar Meter von der Strasse weg riesige Bäume stehen, gegen die wir uns wie im Film Ants vorkommen. 


Ab und an liegt mal ein gefallener Riese im Wald rum. An manchen Stellen im Wald gleich eine Serie. Sieht ein bisschen aus wie Riesenmikado. Oft ist es bei den Redwoods so, dass einer der fällt andere mitreisst, oder wenigstens vorübergehend instabil macht. Und deshalb gibt es solche Häufungen im Wald. 


Der Zeugwart und ich laufen heute einige Wege ab, betrachten uns den Drehort vom Waldplanet Endor aus Starwars und fühlen uns irgendwie permanent klein und winzig. Zwar hat der Farn eine bekannte Größe in diesem Wald und läßt sich tatsächlich mit dem Europäischen Farn vergleichen, aber das ist auch schon alles. Jedes andere Lebewesen in diesem Wald ist riesig. Wir sind froh, dass uns keine Tiere begegnen. Hier sind nämlich auch Pumas heimisch... und höchstwahrscheinlich ebenfalls riesig. 

Unseren Abend verbringen der Zeugwart und ich in der nächsten größeren Stadt Eureka und gehen erst mal ein paar Sachen einkaufen. So wie es aussieht, steige ich demnächst groß ins Cupcake und Torten mit Spritztüllen Dekorationsgeschäft ein. Das ist zumindest der Plan. 

Montag, 15. September 2014

Unendliches Meer

Wir entfliehen hier der Zivilisation, so kommt es mir zumindest vor. Täglich entfernen der Zeugwart und ich uns mehr von der großen Stadt und triften hinaus aufs Land. Buchstäblich ländlich und irgendwie fast vertraut ist es hier nördlich von San Francisco. Wir fahren durch das Napa Valley und alles hier erinnert mich an den Rheingau, den ich mit meinen Großeltern vor Jahrzehnten fast wöchentlich besucht habe. Das Napa Valley hat überall Weinreben, lediglich die Straußwirtschaften fehlen... dafür gibt es riesige Winery's die beschildert sind und am Horizont auftauchen. Man kann auch überall Wein probieren, wenn man möchte. 

Wir kreuzen das Napa Valley, weil wir auf den Highway No. 1 fahren möchten. Das ist laut Daniel die schlichtweg schönste Route und weil wir uns immer auf seine Ratschläge verlassen können, fahren wir also auch in diesem Urlaub ganz nach seinem Plan. Der Highway No. 1 ist wirklich atemberaubend schön. Das Wetter ist gigantisch gut und wir können unendlich weit aufs Meer schauen. Einfach toll. 

Der Zeugwart fährt und findet tatsächlich einfach wunderbare Aussichtspunkte, an denen er anhält und von wo aus wir noch bessere Blicke haben, als aus dem Auto. Wir beobachten Seehunden beim spielen im Wasser und während ich mich noch wundere, was so zwei Seehunde hier so einsam im Wasser machen, sagt der Zeugwart, dass nur 10m weiter ja hunderte in der Sonne liegen. Ach. Die sind wirklich gut getarnt... und ich war wirklich viel zu sehr konzentriert, als dass ich sie bemerkt hätte. 

Unser eigentliches Ziel für heute, außer dass natürlich der Weg das Ziel ist, ist der Salt Point State Park. Hier soll es schöne Wanderrouten an den Klippen entlang geben und wir hoffen auf gute Aussichten. 


Normalerweise zahlt man bei einer Person Eintritt, hier ist das anders. Das Geld kommt in einen Umschlag und der kommt in einen Briefkasten. Vertrauen pur würde ich sagen. Wir parken und laufen einfach einen Trampelpfad mitten durch den Wald entlang. Die Richtung stimmt, hier geht's zum Meer, aber ein Wanderweg sieht -auch in Amerika- normalerweise etwas anders aus. Das hier scheint eher eine lange erprobte und für gut befundene Strecke zu sein, der immer mehr Menschen folgten um dann diesen Trampelpfad zu bilden. Aber der Zeugwart ist seit jeher abenteuerlustig und deshalb schreiten wir mit großen Schritten voran. Mit ganz großen Schritten. 

Mein Knie ist mit der Bandage schmerzfrei dabei. Sie drückt zwar, aber das ist eher angenehm als unangenehm. Und ich weiß, dass sie im Ernstfall wenigstens erinnert. Nicht, dass ich auf einmal anfange hier durch den Wald über den Pfad zu hüpfen, da will ich sicher gehen. Immerhin sind wir noch immer in der "keine Stoßbelastung" Phase.

Von unserer überschaubaren Wanderung über die Klippen können wir ein paar Tauchern bei den Vorbereitungen zusehen. Offenbar wollen sie jagen gehen. Harpunen sind auf jeden Fall am Start. Und wir sehen wieder jede Menge Seehunde, die sich sonnen. Sonne gibt's hier wirklich ordentlich.

Sonntag, 14. September 2014

Im Gefängnis - und doch wieder nicht

Als wir vor Jahren in San Francisco waren, sind wir voller Vorfreude zum Pier 33 getapst um eine Alcatraz Tour zu unternehmen... und wurden jäh enttäuscht. Alle Touren waren längst für die nächsten Wochen (!) ausgebucht. Wahnsinn. Das hatten wir überhaupt nicht erwartet und ich war wirklich traurig. 

Nach dieser Nacht, die wir im Super 8 San Bruno, einem wirklich sehr empfehlenswerten Hotel, ganz in Flughafennähe, verbracht haben, wachen wir -dank Jetlag- wirklich früh auf. Das hatte ich auf dem Schirm als ich Daniel von http://amerika-ich.com vor Wochen gebeten habe, für uns Early Bird Tour Tickets für Alcatraz zu besorgen. Die Tour startet um 8:45h und aus Erfahrungswerten konnte ich schon im Juli voraussagen, dass die frühe Uhrzeit für uns gar kein Problem sein wird. Und so ist es auch. 

Wir fahren heute also tatsächlich auf die berühmte Gefängnisinsel und sind die erste Gruppe, die übersetzen kann. Die Golden Gate Bridge liegt im Morgendunst, aber das Wetter verspricht prima zu werden, die Sonne scheint schon ordentlich. Wir sitzen auf dem Boot ganz oben und sind gefühlt die einzigen, die nicht schon gleich nach dem Ablegen 100te Fotos von der Insel in der Bucht von San Francisco schießen. Immerhin fahren wir den gleichen Weg ja auch wieder zurück, anders kommen wir ja nicht wieder runter. Kein Grund zur Hetze also. 

Die Gefängnisinsel, die schon vor 10.000 Jahren von den Indianern dazu genutzt wurde, Stammesmitglieder los zu werden, die sich nicht in die Gemeinschaft einfügen wollten oder konnten, wurde erst als Militärstützpunkt und dann als Gefängnis verwendet. 1963 haben die letzten Insassen Alcatraz verlassen und der National Park Service hat die Insel übernommen um sie der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Jeder der die Insel besucht bekommt im Zellenblock eine Audiotour. 

Das heißt, dass praktisch jeder auf Alcatraz mit einem Kopfhörer durch die Gegend läuft. Jede Tour kann individuell gestoppt werden und trotzdem finden der Zeugwart und ich uns in einer Gruppe von Besuchern wieder, die unseren Abspielrythmus zu haben scheinen. Wir wandeln durch den Zellentrakt, auf den Außenhof, durch die Bibliothek und durch die Kommandozentrale. Ich finde alles unheimlich spannend, was auch daran liegen mag, dass das mein erster Gefängnisaufenthalt ist, und beklemmend. Die Zellen sind winzig, hier hatte sicherlich keiner was zu lachen. Nicht, dass ich deshalb die Taten verharmlosen will, jeder, der hier einsaß, hat das sicherlich nicht zu unrecht getan. Aber wenn man das so sieht, wird einem wirklich nicht gerade warm ums Herz.  

Zusätzlich bin ich sicher, dass ich morgen Muskelkater habe. Der Zellentrakt liegt nämlich ganz oben auf der Insel und weil der Zeugwart und ich zügig unterwegs sind und dann noch eine extra Besichtigungsrunde drehen um ein paar schöne Ausblicke auf die Golden Gate Bridge zu erhaschen, wird sich das in meinem derzeitig nicht vorhandenen Trainingszustand ganz sicher morgen bemerkbar machen. 

Nach dem Gefängnisaufenthalt fahren der Zeugwart und ich  mit dem Auto gen Norden. Über die Golden Gate Bridge. Wir haben einen herrlich weiten Blick und die Skyline von San Francisco, sowie Alcatraz, sind gut zu sehen. Ich muß an die Affen aus dem Planet der Affen Film denken, die über diese Brücke in Richtung Wälder geflohen sind. 

So ähnlich machen wir es auch... ab in die Wälder, raus in die Natur, weg aus der Stadt. 

Samstag, 13. September 2014

Fliegen im Kühlschrank

Der Zeugwart und ich brauchen Urlaub. Meine letzte Woche hat dieses Bedürfnis bereits mehr als sonst herausgearbeitet, obwohl mir arbeiten seit dem ich überhaupt arbeite selten mehr Spaß gemacht hat, als jetzt. Es ist einfach herrlich, wenn man Anerkennung erfährt. Das sollten sich viel mehr Arbeitgeber zu Herzen nehmen. Leichter gesagt, als getan. 

Urlaub. Irgendwie ist das bei uns seit Jahren eine Reise in die USA. Und wir haben mittlerweile tatsächlich so ein bischen das Gefühl nach Hause zu kommen. Mit meinen Eltern war das früher Südtirol, das dieses Gefühl jahrelang vermittelt hat, und mit dem Zeugwart ist es eben die USA. Ist ja auch nicht so, als gäbe es dort nichts zu sehen. Wir waren schon oft dort... und müssen nirgends zweimal hin. Können aber, weil es mancher Orts so schön ist. 

Diesen Herbsturlaub verbinde ich mit der Arbeit. Zumindest ein bischen, es fühlt sich aber immer nach Urlaub an. Soviel ist sicher. Wir fliegen wieder in die USA. Mit Delta. Eine Freundin bemerkt dazu treffend: fliegen im Kühlschrank. Da hat sie sowas von recht, dass es schon fast angsteinflössend ist. 


Auf dem Flug von Detroit/ Michigan nach San Francisco friere ich konstant 4 Stunden. Der Flug ist 15 Minuten länger, aber am Anfang wars noch nicht so schlimm. Deshalb also nur 4Stunden. 

Vorher, die Einreise, geht am Automaten. Wir erleben in all den Jahren eine regelrechte Entwicklung der Einreiseprozedur mit. Auch in den USA scheinen Personalkosten einsparen ein lukratives Geschäft zu sein. Während das Foto um den Augenabstand zu prüfen für den Zeugwart ein Tanz vor der Kamera wird, kann ich einfach nur hochsehen und treffe genau die erforderliche Abstandsnorm. Wir stehen wahrscheinlich vor einem Einreiseautomaten für kleine Menschen? Muss ja so sein. 

Erfreulicherweise geht alles gut. Mit der Einreise und mit unserem Gepäck, das wir dann nach der Kühlschrankreise in San Francisco vom Band holen. Ebenfalls tiefgekühlt. Im Gepäckraum wird's wohl noch frischer. 

Wir mieten jedes Mal einen Mietwagen, der unseren Grössenbedarf weit übersteigt, aber Spaß macht: einen SUV. So stellen wir sicher, dass wir uns bei plötzlichen Kälteeinbrüchen im Gebirge auch mal innen drin umziehen können... alles Erfahrungswerte. 

Ehe wir allerdings in die Wildnis abbiegen, planen wir erst einige Tage Zivilisation. Obwohl wir niemals ganz abtauchen werden. 

Donnerstag, 11. September 2014

Hase und Jäger

Manchmal ist einfach keine wirkliche Zeit für Sport. Wahrscheinlich ist mein Körper im Moment sowieso im Erholungsmodus, weil es derzeit ja wieder kurz nach Köln ist? Meine Mitteldistanz ist jetzt also ein Jahr her. Wahnsinn. Es kommt mir gleichzeitig vor, als wäre es gestern gewesen und als wäre es schon ewig her. Verrückte Zeitwahrnehmung. 

Im Augenblick würde ich mir auf gar keinen Fall eine Mitteldistanz zutrauen. Zusätzlich fühlt es sich auch mal gar nicht danach an, dass ich überhaupt jemals wieder eine Mitteldistanz mache. Aber davon hatte ich es ja bereits. Es ist im Moment die Zeit für etwas anderes. Triathlon muß warten, ganz klar. Kann er aber auch, da ist Triathlon emotionslos. Es gibt schließlich genug fleißige Triathleten, da kommt es auf eine mehr oder weniger nicht an. 

Ich widme mich Koordinationsübungen. 

Natürlich nur, weil ich die DVD zugeschickt bekommen habe und nun bei jeder freien Gelegenheit, wenn z.B. ein Programm auf dem Arbeits-PC mal wieder ewig zum laden braucht, übe. Auf der DVD gibt's auch eine Übung für den Kopf: Hase und Jäger. Ich kann die nicht beschreiben, aber glücklicherweise gibt's ein Video davon. Hase und Jäger ist das, was der Koordinationsguru hier mit seinen Händen macht. 


Natürlich könnte ich auch  kreuz und quer durch die Gegend springen, während ich die Übung mit den Händen mache. Aber das würde zu nichts führen. Ich kriege mit Mühe und Not überhaupt hin, dass der Hase nicht noch einen zusätzlichen Daumen hat oder ich beim Jäger keine zweiläufige Pistole hochhalte. Was soll das dann also, mit dem Rumspringen. 

Heute war also mein Kopf undenkbar sportlich, während mein Körper im Büro anwesend war. Sicherlich gibt's noch mehr Kopfübungen auf der DVD, aber ich gehe in kleinen Schritten voran. Wenn ich den Hase-Jäger-Kampf irgendwann gewonnen habe, dann mache ich weiter. 

Vielleicht habe ich bis dahin auch eine Koordinationsleiter?