I know of no single factor that more greatly affects our ability to perform than the image we have of ourselves. (..) The most dramatic changes that take place…occur when you abandon a concept of self which had previously limited your performance. My job is to let go of the concepts and limiting images which prevent me from perceiving and expressing my greatest potential.”


(Timothy Gallwey, author of Inner Game of Tennis; in The Total Runner by Dr. Jerry Lynch)

Sonntag, 11. November 2012

Das sind die ganz Harten.

Wir haben natürlich wieder Hausaufgaben vom Sportclub auf  bekommen und die erste wäre eigentlich gestern dran gewesen. Gestern ging aber gar nichts. Ich war motivationslos, ich war traurig, es war ein blöder Tag und zusätzlich hat es auch noch in einer Tour geregnet. Morgens schon, als wir aufgestanden sind, schüttete es wie aus Eimern und als ich irgendwann gegen Nachmittag mal wieder an Sport dachte, war es noch immer so. Ingo, unser Trainer, würde dazu sicherlich nur kommentieren: "in Darmstadt scheint die Sonne". Na prima. Hier aber nicht. 
Wir haben das Training also gestern nicht durchgeführt. 

Heute dafür schon. Es regnet nicht, was bei der Wettervorhersage durchaus überraschend ist. Der Herbst zeigt sich heute von einer sehr angenehmen Seite mit 12°C und leichtem Wind. Da kann ja eigentlich nichts schief gehen. 

Mit unserer Hausaufgabe sorgen wir um die Mittageszeit auf jeden Fall für viele erstaunte Blicke. Viele drehen nach dem Mittagessen noch eine Spazierrunde, einige Läufer schleppen sich ebenfalls die Strecke entlang und dazu kommen eben wir. Und unser Trainingsplan. 
Wir wärmen uns auf und laufen immer 5Minuten um dann ein bischen Gelenkübungen zu machen. Und es kommt, wie es kommen muß... der Zeugwart tritt in eine Pfütze und weil wir so nett nebeneinander laufen werde ich aus Sympathie gleich mit naß. Der linke Socken ist klatschnaß. Ich fluche. 
Nachdem wir das Aufwärmprogramm erledigt haben, geht's los mit 200m Sprints und im Anschluß 8 Kniebeugen und 10 Ausfallschritte. Ha ha... ich wollte schon immer mal cool rüberkommen beim Training und heute ist der Tag der Tage. 
Wahrscheinlich denkt in Wirklichkeit jeder, dass ich ne Vollmeise habe, aber bei mir kommen nur bewundernde Blicke an. Sowas nennt man wohl selektive Wahrnehmung?

Ein älterer Herr fragt mich, ob ich  Skifahrer sei. Ich antworte: "nein Triathlet" und er erklärt dazu seiner Frau, dass Triathleten die "ganz harten Sportler" wären. So. Da haben wir's. Kein Wunder also, dass ich hier rumspringe und Ausfallschritte und Kniebeugen mache. Der Herr hat die Situation sofort bestens erfaßt und seine Frau dreht sich noch mehrfach anerkennend zum Zeugwart um und beobachtet seine Sprints. 

Tja und ich? Ich renne, mach die Übungen und rette mich dann, mit fast schon letzter Kraft, in den Keller. 

Da wartet schon die Matte und weitere verrückte Aufgaben. Wir machen Seitstütz rechts und links, Liegestütz und legen uns auf den Rücken um bei angewinkelten Beinen den Po 20mal hintereinander hoch zu heben. Letzteres ist mir total wurscht. Ich merke dabei gar nichts. Ich weiß auch gar nicht wirklich, wo ich bei der Übung was merken soll... ? 
Dann sollen wir noch was ganz verrücktes machen... Hamstring Hell oder so ähnlich. Ich konnte mir nur merken, dass es was mit einem Stuhl zu tun hat... und eine Kombiübung ist. Einen Teil habe ich gut drauf: im Vierfüßlerstand ein Bein angewinkelt nach oben bringen und das ganze 20mal. Kein Problem. Aber jetzt der Stuhl. Wie war das bloß? Der Zeugwart und ich sind uneinig und versuchen einfach mal unser Bestes. Auf dem Rücken liegen und ein Bein auf dem Stuhl ablegen. Ein Bein auf der Kante und dann den Po hoch. Ist es das? 
Wer weiß das schon... von uns heute zumindest keiner. 

Ich bin nass geschwitzt als wir fertig sind. Und natürlich ist mein linker Fuß auch noch nass. Wäre ja auch zu schön gewesen. 

5 Kommentare:

  1. Hallo Claudia,

    jetzt lese ich ja schon seit ein paar Posts hier regelmäßig mit, frage mich aber nach wie vor, was macht Ihr da eigentlich für ein Programm? Also es ist Sport und hat mit Triathlon zu tun und es ist nicht ohne - so viel ist schon klar. Aber ist das ein spezielles Trainingslager oder Gruppenprogramm oder ....?

    Und wer ist dieser "Zeugwart"? :-)

    Ansonsten finde ich es sehr schön, wie gut und detailiert Du die einzelnen Übungen beschreibst. So weiß man wirklich relativ schnell, was Du meinst.

    Grüße aus Köln!
    Mario

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    1. Hallo Mario,
      schön, dass Dich unser Off Season Triathlon Athletiktraining bereits seit ein paar Posts zum Bloglesen bringt. Das freut mich. Das Athletiktraining wird bei einem Sportclub angeboten (http://www.core-darmstadt.de/home/), ich habe den Flyer nicht rechtzeitig entsorgt... ;-)

      Der Zeugwart ist der liebenswerteste Materialkenner, den Du Dir vorstellen kannst. Und ein fleißiger Trainings- sowie wunderbarer Lebenspartner.

      Liebe Grüße!
      Claudi

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    2. Aja - okay - so etwas in der Art habe ich mir schon gedacht. Also sowohl, was das Sportprogramm als auch den Zeugwart angeht. ;-)

      Na dann werde ich mal weiter mitlesen. :-)

      Grüße aus Köln!
      Mario

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  2. Seit letzter Woche trainiere ich auch mal wieder den rest des Körpers-er hat lange genug gelitten und wurde vernachlässigt. Und was ahbe ich für Muskelkater von einfachen Liegestütze bekommen !Wenn ich daran denke was ich früher so im Studio gestemmt haeb, wird mir bewusst wie ich meine Kraft vernachlässigt habe. Nun also bleibe ich dran-ich habe ja dich als Vorbild!

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    1. Ach je... Du setzt mich ganz schön unter Druck... ich als Vorbild! :-) Welch Ehre! Dankeschön.

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