I know of no single factor that more greatly affects our ability to perform than the image we have of ourselves. (..) The most dramatic changes that take place…occur when you abandon a concept of self which had previously limited your performance. My job is to let go of the concepts and limiting images which prevent me from perceiving and expressing my greatest potential.”


(Timothy Gallwey, author of Inner Game of Tennis; in The Total Runner by Dr. Jerry Lynch)

Samstag, 24. September 2011

Sequoia Nationalpark mit Überraschung

Nachdem wir einen Autotag an der Pazifikküste erlebt haben war heute wieder etwas mehr Bewegung angesagt. Nach einer recht kurzen Anreise in den Sequoia Nationalpark haben wir perfektes Timing bewiesen.
Eigentlich den ganzen Tag.

Wir mußten an der Straßengroßbaustelle keine 10Minuten warten und der Zeugwart hat uns souverän über die einspurige Bergserpentinenstraße gefahren. Wir haben sofort einen Parkplatz für den Edge auf dem Wanderparkplatz gefunden und dann sind wir spontan los. Rucksack gegriffen, genug Wasser reingepackt und auf zu den Sequoias.

Man bin ich gespannt!

Den ersten Sequoia erblicken wir schnell, natürlich... sie sind leicht zu erkennen und verstecken sich nicht. Wie auch, diese Riesen. Es ist beeindruckend. Der General Sherman, der Größte seiner Art, ist Wahnsinn. Auf der Erklärplatte steht, dass ich mich beim Hochschauen so fühle, wie eine Maus, wenn sie an mir hochschaut. Aha. Wie fühlt sich dann erst die kleine Maus, wenn sie am Profiathleten hochschaut? Der ist ja locker noch zwei Köpfe höher als ich. Egal.
Darum geht es hier ja jetzt nicht.

Wir beschließen den General alleine zu lassen und einen der ausgeschilderten Wanderwege durch den Sequoiawald zu nehmen. Wow.

Wir kommen aus dem Staunen überhaupt nicht mehr raus. Die Bäume sind wahnsinnig groß, die Stammumfänge riesig. Und hoch. Ich bin doch eine kleine Maus. Ziemlich klein.

Wir laufen und müssen ständig anhalten um ein paar Fotos zu machen. Ohne geht es wirklich nicht. Es wäre eine Schande nicht für die Bilder anzuhalten.
Ich laufe ein Stück durch die Bäume und komme mir unendlich winzig vor auf dieser Welt.

Und dann rutscht mir das Herz in die Hose und ich habe wirklich Glück, dass mir nicht vor Überraschung sofort in die Hose mache. Von links kommt ein Bär. Er ist echt, kein Touristenfotobär. Und er bewegt sich. *schluck*
Ich hab sofort meinen Maximalpuls erreicht und verbrenne wahnsinnig viel Kalorien obwohl ich mich in Zeitlupe rückwärts bewege.

Er kommt auf uns zu, dreht dann ab und kreuzt den Wanderweg.

Wir beschließen die Flucht nach vorne und werden dann von ihm doch wieder jäh überrascht. Eigentlich interessieren wir ihn überhaupt nicht... aber wer kann schon in einen Bärenkopf reinsehen.
Als ich eine Rangerin erblicke bin ich total froh und frage sie gleich mal was wir noch beachten sollen.
Ihr Ratschlag auf jeden Fall mehr Abstand zu halten und langsam mit Blick auf den Bär abzurücken ist gebongt. Dann erzählt sie mir noch, dass ich mir keine Sorgen machen müßte, es wäre ein kleiner Bär (so hoch wie unser Eßtisch?!) und seine Mutter wäre bestimmt in der Nähe. Ich glaube sie versteht mich nicht. Das soll mich beruhigen? Ich glaube wohl kaum.

Mein Puls ist immer noch im Maximalbereich. Die Berlinmarathonis wären stolz auf mich! Ich verbrenne innerhalb dieser 10Minuten 800Mal soviel wie sonst bei einem meiner Läufe.

Gut, dass am Parkplatz eine Toilette ist. In die Hose hab ich mir vor Angst dann doch nicht gemacht... aber es war kurz davor.

Der Zeugwart hat ja die Ruhe weg und den Bären sogar fotografiert. Ich hätte die Kamera nicht gerade halten können. ;-) Mädchen halt. Oder Maus?

Im Schatten der Sequoias wandern wir -bergauf- zurück zum Wanderparkplatz. Mein Puls hat sich beruhigt und das bischen Berg rauf ist überhaupt kein Problem. Zukünftig denke ich also immer an den Bären, wenn's anstrengend wird?! :-)

Und dann sehen wir noch das Warnschild als wir den Park verlassen... dann ist's ja gut:

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