I know of no single factor that more greatly affects our ability to perform than the image we have of ourselves. (..) The most dramatic changes that take place…occur when you abandon a concept of self which had previously limited your performance. My job is to let go of the concepts and limiting images which prevent me from perceiving and expressing my greatest potential.”


(Timothy Gallwey, author of Inner Game of Tennis; in The Total Runner by Dr. Jerry Lynch)

Dienstag, 22. Juli 2014

Erfrischung auf kühl

Dieses Wetter drückt auf meinen Kopf. Ich komme schon mit Kopfweh von der Arbeit heim und muß erst mal eine Urlaubsbuchungspause machen. Als das dann erledigt ist und der Zeugwart und ich sicher sein können, dass die schönsten Wochen des Jahres, gespickt mit etwas Arbeit, gesichert sind, geht es auf in Richtung Schwimmbad. Heute ist das letzte Mal schwimmen auf der 25m Bahn in der Halle und wir kommen irgendwie zu spät. Nicht zum ins Wasser lassen, aber zum Treffpunkt. Der Verein trifft sich immer 15Minuten vorher, wahrscheinlich, weil man weiß, wie langsam ich mich für gewöhnlich umziehe? Als wir umgezogen ans Becken treten, sind alle bereits da, aber noch keiner drin. 

Manchmal ist der Trainingseifer groß und manchmal quatscht man eben gern noch eine Runde, ehe man ins kühle Nass springt. Das Kühle macht der Sache heute wieder alle Ehre. Obwohl es draußen 30°C sind und eine Abkühlung gut tun sollte, kostet es mich unfassbare Überwindung in das eiskalte Wasser zu steigen. Die schlimmsten Stellen sind dabei die Knie, der Bauch, die Arme und das Gesicht. Meinen Oberschenkeln macht die Kälte dagegen überhaupt nichts aus. Das liegt wahrscheinlich daran, dass sie am Besten gepolstert sind? Egal. Die Erfrischung ist auf jeden Fall gegeben, kein Zweifel. 

Ich schwimme mich ein und will dann ein verkürztes Technikprogramm absolvieren. Ich habe den Herren einen Technikplan geschrieben, für den sie eine Stunde Zeit haben, und den muß ich runterkürzen. Immerhin gilt es 30Minuten zu schwimmen. Jetzt, da ich dem Knie auch wieder regelmäßige Fahrrad"belastung" zumute, will ich mich genau an die Arztvorgaben halten und kein Risiko eingehen. Der Arzt sagte 30Minuten Belastung am Stück ist vollkommen ausreichend um das Knie wieder ohne es zu Überlasten, etwas in Schwung zu bringen, solange es taub ist. Und das ist es noch immer an einigen Stellen. Die Taubheit ist also ab sofort mein Indikator für die Belastung. 

Das Schwimmprogramm heute trägt außerordentlich zu meiner Erheiterung bei. Ich habe mir bei swim.de eine neue Übung rausgesucht, die ich heute mit großem Elan und allem Ehrgeiz, den ich so aufbieten kann absolvieren möchte: den schwimmenden Fahnenmast. Da ein Video dabei ist, konnte ich mich bildlich auf zu Hause auf die Übung einstimmen und kann sie nun versuchen. Unnötig zu erwähnen, dass im Video dabei keiner untergeht oder sich totlacht. In unserem Schwimmbad ist das also nicht aufgenommen. Ich gehe auf der 25m mehrfach jäh unter, lache mich halbtot und bekomme lustige Krämpfe an verschiedensten Stellen. Und das alles nur, weil die Koordination zu dieser Übung so schwer ist, dass ich noch viele Trainingseinheiten brauchen werde, bis das was wird. Wenigstens geht es den Männern genauso. Die Mädels schwimmen ein anderes Programm. Das tun sie höchstwahrscheinlich deshalb, weil sie bereits Fahnenmastspezialisten sind... oder ihre Grenzen einfach besser einschätzen können als ich. 

Ich tippe auf die Spezialisten. 

Montag, 21. Juli 2014

Radeln in Frieden

Das angekündigte Unwetter läßt heute auf sich warten. Das heißt natürlich, dass wir heute gut noch mal eine Runde raus können um Fahrrad zu fahren, andererseits heißt es natürlich auch, dass die Abkühlung, die lang ersehnt ist, bislang noch nicht erfolgte. Es ist schwül und so fahren der Zeugwart und ich heute in kurz/kurz Fahrrad. Ich habe keine Klamotten die farblich zum Fahrrad passen und wir können unseren einen Bekannten förmlich seufzen hören, weil das für ihn der größte Frevel ist, den es überhaupt gibt. Er wird sich grämen, sollte er jemals davon erfahren. Na ja, wenigstens passen meine Socken farblich zum Trikot. Ich arbeite mich langsam vor. 

Zum fahren reicht das Outfit aber. Zumindest heute. Ich habe gangmäßig jede Menge Luft nach oben und könnte wie die wilde Watz durch den Wald fegen. Das klappt aber nicht. Ich fahre total langsam, gefühlt allerdings immer noch zu schnell. Und stetig tretend, zumindest meistens. Das leichte Auf- und Ab im Wald ist anstrengend und ich mache ein paar Atempausen. Ohne Atmen wird's im Wald nämlich schnell wahnsinnig anstrengend. Der Zeugwart erinnert mich regelmäßig an das Atmen, das Treten oder das Gas geben. Er ist eine wahnsinnig gute Unterstützung, die ich bei so einer Waldausfahrt ganz offenbar auch bitter nötig habe.

Auf der Strasse fühle ich mich mittlerweile wieder relativ wohl, im Wald wird das wohl noch ein paar Ausfahrten auf sich warten lassen. Bis zum radeln in Frieden vergeht noch ein bisschen Zeit. 

Samstag, 19. Juli 2014

Und dann kommt der Wald

Bei 35Grad hat jeder Verständnis, wenn man auf Sport verzichtet, aber wenn der Trainer es nun mal auf den Trainingsplan drauf schreibt, dann wird sich zumindest etwas bewegt. Sagt der Zeugwart. Also nutzen wir heute den Spätnachmittag. Der Zeugwart um Rad zu fahren und ich um die Stabilität der Couch zu überprüfen. Wenn der Zeugwart wieder kommt, rennt er noch eine Runde und da begleite ich ihn als Wasserträger auf dem Rad. Luxussport ist das, aber immer noch Sport. 

Ich muß mich erst wieder an das Rad fahren gewöhnen. Mittlerweile glaube ich, dass mein Kopf im Wald tatsächlich die größte Aufgabe vor sich hat als der Rest vom Körper und so ist es dann auch. Auf der Strasse geht es gut. Kurven fahren und bremsen funktioniert prima. 

Und dann kommt der Wald. Natürlich läuft der Zeugwart nicht querfeldein, es sind große, breite Waldwege alle geschottert, wenn nicht sogar geteert. Und trotzdem finde ich es unheimlich. Ich fahre nicht besonders flott, weil alles ungewohnt ist. Aber ich bin durchgeschwitzt, als wären wir mit 38km/h unterwegs. Allerdings reicht natürlich heute auch einfach nur das pure Draußensein um geschwitzt zu werden, das Schwitzen ist also kein Indikator um meine Anspannung zu demonstrieren. 

Mitten im Wald muß ich einfach mal anhalten und meine Verspannungen lösen. Das finden die Mücken nett und ehe ich es überhaupt realisiere habe ich schon mal gefühlte 60 Stiche. Also doch weiter und beim nächsten Mal nicht nur an Sonnencreme, sondern auch an Autan denken. 

Als wir wieder zu Hause sind weiß ich, dass mir morgen alles weh tut. Vielleicht habe ich Glück und mein Knie sagt nichts zu dem Ausflug. Das wäre ein voller Erfolg! 

Freitag, 18. Juli 2014

Mein alltagstaugliches Rad

Manchmal sind Augenblicke wirklich lange erwartet und auf einmal, wenn sie dann da sind, passiert alles ganz schnell. Zack. Und dann ist der Augenblick vorbei und alles ist ganz normal. Heute war das auch so. Ehe ich den Radladen betreten habe, war alles noch ganz spannend und auf einmal, ganz plötzlich und ohne Vorwarnung wird alles normal. 

Da ist es mein alltagstaugliches Rad. 

Es hat bei der ersten Probefahrt so rumgetrötet, dass ich es spontan Dumbo getauft habe. Weil die Bremsbeläge leicht quietschen können, war die Aussage. Wahnsinn, wie unterschiedlich die Wahrnehmungen sein können. In meinen Ohren war das ein Tröten. Wahnsinnig laut und unfassbar unangenehm, weil es tatsächlich auch noch durch ein leichtes Quietschen ergänzt wird. Der Hammer, was es auf der Welt für verrückte Geräusche gibt... dieses hier geht durch Mark und Bein. Und natürlich durch mein Ohr. Wie unschön. 

Andreas Hunkel hört mich nach dieser Probefahrt schon von weitem und stellt die Bremsbeläge anders ein. Und dann ist das Rad praktisch geräuschlos unterwegs. Außer dem Freilauf natürlich. Klar. Aber der gehört dazu. 

Jetzt muß ich an mein neues Fahrrad noch eine Klingel dranmachen und eine Satteltasche mit einem Ersatzschlauch und Flick- sowie Werkzeug. Und dann fahre ich los. 


Solange bis das passiert, steht mein Rädchen in der Küche und stärkt sich. Es ahnt offenbar, dass wir Großes vorhaben? 

Donnerstag, 17. Juli 2014

Geschenk in Sicht

Manche Geburtstagsgeschenke kommen später als der Geburtstag statt findet. Obwohl dieses hier eigentlich pünktlich zum Geburtstag geliefert wurde, allerdings hatte das Geburtstagskind so viel um die Ohren, dass ich es einfach nicht geschafft habe es entgegenzunehmen. Immerhin war ich am Geburtstagswochenende sehr beschäftigt, habe das Sandmännchen geküßt und das Finale verpasst, da hätte es nun wirklich nicht geklappt auch noch mein Fahrrad entgegen zu nehmen. 


Morgen ist es aber nun endlich soweit. Der Termin zur Abholung ist gleich morgens und so werde ich bei Radsport 360° also endlich mein hübsches Fahrrad entgegen nehmen können. Ich bin gespannt. Endlich wieder ein alltagstaugliches Rad. 

Außerdem geht's meinem Knie auch jeden Tag etwas besser, die absolute Laufpause wirkt offensichtlich Wunder. Wie der Arzt gesagt hat. Toller Arzt. Natürlich ist es noch nicht ganz gut, sieht auch noch blau aus und ist auch noch etwas taub, aber es schmerzt nicht mehr dauerhaft. Das ist wirklich sehr angenehm. Die Narbe sieht mittlerweile auch nicht mehr ganz so sehr zum fürchten aus.  Und wo ich schon mal dabei bin... im Gesicht merkt keiner die Narbe, so unauffällig ist sie mittlerweile. 

Mit dem neuen Fahrrad sind also einige lockere Ausfahrten geplant am Wochenende, immerhin ist lockeres Radfahren für das Knie auch erlaubt. Und es ist außerdem gut für den Kopf.

Dienstag, 15. Juli 2014

Schultern ruhig.

Da wir nur noch bis zu den Sommerferien in der Halle trainieren, werden die Leinen offenbar noch nicht mal mehr gespannt. Heute zumindest, verzichtet -wer auch immer- darauf, seine Zeit mit der Verspannung zu verschwenden. Es muß auch ohne gehen, und da wir nicht viele Schwimmer sind, stimmt das natürlich auch. 

Ich schwimme am Rand. Irgendwie will das kein anderer, und ich finde die Begrenzung ok. Also ist mal wieder jedem geholfen. Nach dem Einschwimmen mache ich genau die Trainingsstunde durch, die ich mit Marco di Carli hatte. Jede Übung hake ich einzeln ab um dann den Kraularmzug gegen Ende entsprechend zusammenzusetzen. Ich schwimme so tatsächlich 35Minuten fast am Stück durch. 

Zwischendurch spiele ich mit dem Zeugwart auch noch mal Hase und Igel und lege ein paar flottere Bahnen ein. Aber eigentlich folge ich Marco's Plan ziemlich genau. Den Kraularmzug so nach und nach aufzubauen und dann die Kopfhaltung und die Atmung dazuzunehmen ist wirklich prima. Die Schultern bleiben total ruhig, die Arme ziehen rhythmisch und zack, gibts Geschwindigkeit. Mir bringt das unheimlich was. 

Heute wird zur Abwechslung einfach mal nicht langsam rumgeschwommen. Jede Bahn die ich schwimme wird konzentriert absolviert und zügig abgehakt. Der Zeugwart ist baff, wie flott ich neben ihm auftauche und wie gut ich mithalten kann. Natürlich nicht, wenn er Flossen an den Füßen hat. Klar. Ich bleibe allerdings bei 23 Sekunden auf 25m, ohne Hilfsmittel. Mit Pullkick zwischen den Beinen bin ich ein paar Sekunden schneller. Es liegt also an meiner Wasserlage... soviel ist sicher.

Sonntag, 13. Juli 2014

Finale - die Wahrheit

Wir verbringen dieses Wochenende in Berlin, weil wir eine Hochzeit feiern dürfen. Beim Zeugwart und mir ist das schon Jahre her mit der Feierlichkeit, so dass wir bald zum Jubiläums-alten Eisen gehören. Wahnsinn, und dabei bin ich ja wirklich außerordentlich jung. Oder so ähnlich. 

In Babelsberg, vor den Toren Berlins, treffe ich treffe heute das Sandmännchen und schaue mir den Bauwagen von Peter Lustig an.


Wahnsinn, wie die Zeit vergeht. Löwenzahn habe ich tatsächlich immer gerne geschaut. Vor Jahren, als es eben noch lief und der Bauwagen mit der Außendusche regelmäßig im Fernsehen zu sehen war. Sind wahrscheinlich schon Jahrzehnte! Die zügigen Läufe von Attraktion zu Attraktion findet mein Knie angenehm. Die Anwesenheit in den 4D Kinos sind für meinen Kiefer dagegen wenig erquickend. Das Rumgerüttel ist total unangenehm für meine Zähne. Mit richtigen Achterbahnen warten wir also noch etwas. 

Um pünktlich zum Finale zu Hause zu sein soll es heute um 16:45h von Berlin nach Hause gehen. Leider sieht der Wettergott das anders und unsere Heimkehr verzögert sich. Wir nehmen den Zug und das Finale findet ohne unser Anschauen statt.

 

Das ist wirklich ein Ding und ich hatte es so schön geplant. Allerdings halt ohne Wetter. Unnötig zu erwähnen, dass wir für Livestreams oder Ticker zu wenig Empfang haben, weil der Hotspot nicht funktioniert. Unfassbar, aber wahr. Da werden "wir" schon mal Weltmeister und wir hocken im Zug und als wir aussteigen ist praktisch alles gelaufen. Wie das Leben eben manchmal so spielt.