I know of no single factor that more greatly affects our ability to perform than the image we have of ourselves. (..) The most dramatic changes that take place…occur when you abandon a concept of self which had previously limited your performance. My job is to let go of the concepts and limiting images which prevent me from perceiving and expressing my greatest potential.”


(Timothy Gallwey, author of Inner Game of Tennis; in The Total Runner by Dr. Jerry Lynch)

Mittwoch, 30. Juli 2014

75m Dienstschwimmen

Manche Jobs erfordern besondere sportliche Planung und weil es ohne laufen zu können immer noch schwierig ist einfach so überall was zu machen, hoffe ich bei dieser Dienstreise auf ein Schwimmbad in der Nähe. Da in dem gastgebenden Büro praktischerweise nur Triathleten arbeiten, bin ich sicher, dass ich hier den richtigen Tip bekomme, wo ich mich in Kopenhagen am Besten schwimmerisch zu Wasser lassen kann.
 
Und natürlich kann ich mich auf die sportlichen Kollegen verlassen und bekomme eine herrliche Schwimmempfehlung
 
gefunden hier: http://urbanplanning21stcentury.blog.com/files/2011/01/copenhagen_havnebad_jds170408_6.jpg
 
Das ist ja mal Ding. Das Havnebad Islands Brygge glänzt mit einer unfassbar langen 75m Bahn und wird allen Schwimmwilligen ohne Eintrittskosten zur Verfügung gestellt. Es ist nur unweit von meinem Hotel entfernt und deshalb wirklich klasse.
 
 
 
Und so kann ich also die Ansicht widerlegen, dass sich nur laufen als Reisesportart eignet. Schwimmen geht quasi genausogut. Zumindest in Kopenhagen. 
 

Samstag, 26. Juli 2014

Wallernhausen Benefizlauf

Am Finalsonntag, an dem ganz Deutschland die Daumen drückte, erlebte ein kleiner Ort im Vogelsberg ein unfassbare Naturkatastrophe. Der andauernde Regen hatte Wallernhausen so unter Wasser gesetzt, dass reißende Wassermassen durch den Ort schossen und selbst Autos mit sich rissen. Von den Schäden in den Häusern und den ohnmächtigen Opfern mal ganz abgesehen. 

Wallernhausen hat ein Laufteam in dem auch ein Triathlon-Team integriert ist und in dem die Teamchefin und der Profiathlet Mitglied sind. Und weil Triathleten und Läufer, obwohl wir alle Einzelkämpfer sind, doch meistens im Team auftreten und füreinander da sind, sind der Zeugwart und ich sofort dabei, als es vom LLT Wallernhausen den Aufruf für einen Spendenlauf gibt. So kurz nach der Katastrophe hat das Team einen Spendenlauf auf die Beine gestellt, von dem sich andere Veranstalter eine ordentliche Scheibe abschneiden könnten. 

Angeboten werden zwei Strecken, 5km und 10km, die gelaufen, gegangen, gewandert oder auf andere Weise hinter sich gebracht werden können. Vorschriften gibt es heute keine. Alles ist für den guten Zweck. Die Teilnahmegebühr beträgt 10EUR, oder gerne mehr, und wird komplett dem Verein gespendet, der den ortsansässigen Flutopfern unter die Arme greift. 

Ich kann nicht mitlaufen und auch ein Wettkampfformat von 5km traue ich mir nicht gut zu. Für Wettkämpfe ist einfach noch nicht die Zeit. Also übernehme ich, zusammen mit der Teamchefin, den Dienst an einer Wasserstation. Wir beschließen, dass wir hinlaufen und wenigstens so etwas sportliches tun. Die Wasserstation ist bei Km 2,5, oben auf dem Berg. Der Weg ist mindestens 18km weit. Zumindest fühlt es sich so an. Aber gut, es geht heute ja um den Sport. An der Verpflegungsstation angekommen, haben wir genug Zeit um zahlreiche Wasserbecher zu füllen um den Läufer nach dem ersten großen Anstieg eine verdiente Abkühlung zu servieren. 


Der Start verzögert sich etwas, weil anscheinend unglaubliche Menschenmengen den zahlreichen Teilnahmeaufrufen gefolgt sind und man an der Anmeldung anscheinend kaum hinterherkommt alle willigen Athleten mit Startnummern zu versorgen. Aber für einen guten Zweck wartet man gern etwas länger und hat Verständnis. 

Als wir dann von weitem die ersten Läufer erkennen können, halte ich, wahrscheinlich wegen meiner angeborenen Naivität, alles für ganz normal. Wie üblich trinken die Ersten nichts und rennen an uns vorbei, als hätten sie keinen Anstieg hinter sich. Und dann kommen die Massen. Wie eine Menschenlawine, nur Bergauf, rennen die Athleten auf uns zu. Gerade so, als würde es keine selektive Streckenführung geben. Oder als wären alle Läufer hier durchtrainiert wie Profis. 

Nachdem der Athletenanstrurm irgendwann nachgelassen und uns der Schlussläufer passiert hat, bauen wir die Getränkestation wieder ab und machen uns auf den Weg ins Ziel. Berg runter. Noch mal den Berg hoch würde ich nicht schaffen. 

Während wir absteigen feuern wir die Läufer noch kräftig an und teilen wichtige Erkenntnisse mit. So zum Beispiel dass es nicht mehr weit ist oder dass es nun nur noch bergab geht. Das ist zwar nicht die ganze Wahrheit, spornt aber trotzdem an. Unten angekommen gibt es auf den letzten Metern noch ein extra Anfeuerunspaket für Paul Jonas, der schätzungsweise 5 Jahre alt ist und sich unsere klatschende Leidenschaft mehr als verdient hat. Strahlenden Kinderaugen auf der Zielgeraden sind einfach gigantisch. 

Nach dem wirklich letzten Anstieg heute, nämlich dem zum Bürgerhaus, wo es eine riesige Kuchentheke, Würstchen und Salat gibt, muß ich mich erst mal setzen. Konditionell bin ich wirklich im Team mit meinem Knie. Das pulsiert ordentlich, weshalb mich die Sportler, die 5 oder 10km in den Knochen haben, mit Essen versorgen. Das ist total nett und zeigt irgendwie noch mal um was es heute eigentlich geht: Helfen. 

Wechselzeiten-sehenswert

Gestern kommt der Zeugwart mit der Idee, dass wir heute ja ins Kino gehen können und reserviert auch gleich  Karten. Wir wollen uns Wechselzeiten ansehen. Der läuft in Frankfurt im Westend und wir sollen heute dann 15Minuten vor der Vorstellung da sein um die Karten abzuholen. Das klingt gemütlich. 

Ich bin gespannt auf den Film. Was kann man über Triathlon schon groß im Kino zeigen? Es geht um ein Rookieprojekt beim Hamburg Triathlon das es wohl jedes Jahr gibt. Für den Film wurden hauptsächlich 4 Teilnehmerinnen rausgepickt, jede mit ihrer ganz eigenen Geschichte, die wir ziemlich genau kennenlernen. 

Adolé, Cecilia, Kristina und Sarah haben jede einen Traum und den kann ich ganz genau nachempfinden. Sie wollen bei einem Triathlon ins Ziel laufen. Dafür melden sie sich beim Hamburg Triathlon Rookie Projekt an, das in 12 Wochen auf die Teilnahme vorbereitet. 

Der Film bringt jede Emotion, die ich selbst schon mal hatte, hervorragend rüber. Ich weiß gar nicht, wie man das in so einem Film macht, aber hier hat es prima geklappt. Wir Kinozuschauer wissen ganz genau was jeder dieser Roockies durchlebt. Wir kennen den Zauber, können die Anstrengung nachvollziehen, wissen um die Ängste und kennen den Muskelkater. Wir sind selbst alle Triathleten. 

Natürlich hat jeder von uns auch seine eigene Geschichte und keine ist mit der, der vier Hauptdarstellerinnen vergleichbar. Aber das ist auch nicht wichtig. Geschichte ist Geschichte. Und wenn es danach geht, bin ich froh, dass es mir nicht wie Sarah geht und ich ihre Erfahrungen nicht machen mußte. Sie hat meiner Meinung nach die krasseste Geschichte im Film und damit irgendwie auch den größten Erfolg. Als sie aus dem Wasser kommt muß ich sofort losheulen... und als sie dann auch noch durch das Ziel läuft ist es wirklich vorbei. 


Ich würde Wechselzeiten jederzeit noch mal ansehen, brauche dann aber eine neue Packung Taschentücher. Das war mal wieder ein Film der sich aus vollem Herzen gelohnt hat. Danke Guido Weihermüller! Gut gemacht. 

Freitag, 25. Juli 2014

Unterwasserwaffel



Wir sind zeittechnisch, und was den Lagerbestand angeht, noch immer mitten im PowerBar Produkttest. Das Testpaket hatte eine beachtliche Größe und doch einen umfangreicheren Inhalt, als es ursprünglich den Anschein hatte. In meinen Sportflaschen sprudelt also weiterhin das  PowerBar 5 Electrolyte kalorienfreie Sportgetränk  und der Flitzer erfreut sich nach wie vor an den Energize Waffeln.
 

 
Davon wurden zahlreiche mitgeliefert und wir haben im Test bereits buchstäblich er>fahren<, dass sie nur mittelgut für den Verzehr auf dem Rad geeignet sind. Die Verpackung ist nicht leicht zu öffnen, außer man kann gut freihändig fahren und muß auch nicht auf den Verkehr achten. Natürlich geht es mit etwas Übung, aber für den Verzehr während des Rad fahrens ist das Produkt ganz sicher nicht gemacht.
 
Wir müssen also weitere Versuche unternehmen herauszufinden für welchen Anwendungsbereich diese Waffeln am Besten zu gebrauchen sind. Dass der Flitzer diesbezüglich gleich in die Vollen geht, hätte ich natürlich wissen können...
 
 


 
Aber hinterher ist man und dieses Mal eben auch ich, gleich mal wieder schlauer. Dem Flitzer ist einfach alles zuzutrauen. Wahrscheinlich werde ich zukünftig Triathleten nicht nur an ihrer Flasche am Beckenrand erkennen, sondern auch an ihrem PowerBar Waffelvorrat. Ich bin gespannt, ob es soweit kommt.

Donnerstag, 24. Juli 2014

Arbeitswegidylle

Wenn ich nicht regelmäßig Fahrrad fahre, dann wird es immer so bleiben. Ich bin dann immer unsicher, ich bin immer aufgeregt und ich traue mich nichts, weil ich überall Kanten und Steine sehe. So will ich das nicht haben. Ich kann allerdings auch nicht ganz unbeschwert durch den Wald, weil ich jeden richtigen Widerstand sofort im Knie merke.

Es ist also wichtig, dass ich regelmäßig fahre. Unglaublich wichtig. Das darf jetzt nicht einschlafen. Ich fahre deshalb heute mit dem Rad zur Arbeit. Ich habe es nicht sonderlich weit, aber ich muß bzw. ich kann durch den Wald fahren. Also eigentlich eine perfekte Trainingsfahrt für den Kopf und mein Knie. 


Ich fahre den Hinweg durch und keiner begegnet mir. Im Wald ist es unheimlich idyllisch, die Sonne scheint und bringt wunderbare Farbenspiele auf den Waldboden. Ich kann kaum glauben, dass ich keinen treffe. Der Weg ist nicht weit und so bin ich nach weniger als einer halben Stunde schon vor Ort und melde Vollzug an den Zeugwart. 

Der hat aus meinem Arbeitsweg heute eh keine große Sache gemacht, wahrscheinlich, damit ich es als ganz normal empfinde. Das hilft enorm, weil ich schon aufgeregt bin, es aber sicherlich noch viel mehr wäre, wenn der Zeugwart eine große Sache daraus machen würde. Es ist also vollkommen normal, dass ich mit dem Rad zur Arbeit fahre und es gibt keine Zweifel, dass es klappt. 

Mein Heimweg erfolgt natürlich ebenfalls auf dem Rad und durch den Wald. Dabei begegnet mir ein großer Raubvogel, was dafür spricht, dass ich unheimlich langsam und super leise unterwegs bin. Es ist beeindruckend, wie lautlos der genau kurz vor meinem Rad vorbeischwebt und auf einem Pfosten landet. Könnte natürlich auch sein, dass er auf Beute hofft? Wer weiß das schon. 

Mittwoch, 23. Juli 2014

Grasnarbenhindernis

Ich tauge gut als Wasserträger und mein Rädchen auch. Das haben wir ja schon mal vor einiger Zeit ausprobiert und heute ist es dann eben wieder soweit. Der Zeugwart geht laufen und ich fahre in der Nähe Rad. In der Nähe deshalb, weil wir im Wald unterwegs sind und ich dem Zeugwart den Weg nicht streitig machen möchte und gleichzeitig nicht das Gefühl habe, dass im Wald genug Platz wäre, damit wir beide nebeneinander sein können.
 
Der Waldweg ist locker 3m breit. Das Rädchen und ich brauchen eben Platz. Ich fahre ständig auf die Grasnabe drauf und wieder runter, als Training. Mehr für den Kopf, als für das Rädchen natürlich. Hierbei ist Geschwindigkeit alles, sagt der Zeugwart. Fahre ich zu langsam, komme ich die Grasnarbe nicht hoch und rutsche eher. Fahre ich schnell bzw. zumindest schneller, dann ist die Grasnarbe kaum zu merken und ich bin einfach oben, zack, zack.
 
Trotz dieser Erkenntnisse ist die Grasnarbe manchmal einfach ein fast unüberwindbares Hindernis. Das glaube man gar nicht, wenn man es nicht selbst gesehen hat, aber die Grasnarbe in diesem Wald ist gewaltig. Ich kann dem Zeugwart seine Flasche heute nicht im Fahren anreichen, sondern halte zweimal an um ihn zu versorgen. Unnötig zu erwähnen, dass ich natürlich auch anhalte um die Flasche nach dem Trinken und dem Duschen wieder zu verstauen. Dafür ist es mir einfach noch viel zu holprig hier im Wald. Mein Kopf ist außerordentlich froh über die vier Verschnaufpausen...

Der Zeugwart läuft heute zwei Runden und gibt mich nach Runde 1 wieder daheim ab. Auch interessant... er kann weiter laufen, als ich  Fahrrad fahren. Na gut. Ich trage mein Rad nach oben und lege mich erst mal auf die Couch. Wir waren wieder nur ungefähr 30Minuten unterwegs, aber mir tut alles weh... und mein Knie bitzelt. Also nutze ich die Zeit bis der Zeugwart heim kommt um die Verspannungen etwas zu lösen. Leider nur mit mäßigem Erfolg. Ich muß einfach regelmäßig im Wald Rad fahren. Dann kommt die Routine bestimmt wieder.
 

Dienstag, 22. Juli 2014

Erfrischung auf kühl

Dieses Wetter drückt auf meinen Kopf. Ich komme schon mit Kopfweh von der Arbeit heim und muß erst mal eine Urlaubsbuchungspause machen. Als das dann erledigt ist und der Zeugwart und ich sicher sein können, dass die schönsten Wochen des Jahres, gespickt mit etwas Arbeit, gesichert sind, geht es auf in Richtung Schwimmbad. Heute ist das letzte Mal schwimmen auf der 25m Bahn in der Halle und wir kommen irgendwie zu spät. Nicht zum ins Wasser lassen, aber zum Treffpunkt. Der Verein trifft sich immer 15Minuten vorher, wahrscheinlich, weil man weiß, wie langsam ich mich für gewöhnlich umziehe? Als wir umgezogen ans Becken treten, sind alle bereits da, aber noch keiner drin. 

Manchmal ist der Trainingseifer groß und manchmal quatscht man eben gern noch eine Runde, ehe man ins kühle Nass springt. Das Kühle macht der Sache heute wieder alle Ehre. Obwohl es draußen 30°C sind und eine Abkühlung gut tun sollte, kostet es mich unfassbare Überwindung in das eiskalte Wasser zu steigen. Die schlimmsten Stellen sind dabei die Knie, der Bauch, die Arme und das Gesicht. Meinen Oberschenkeln macht die Kälte dagegen überhaupt nichts aus. Das liegt wahrscheinlich daran, dass sie am Besten gepolstert sind? Egal. Die Erfrischung ist auf jeden Fall gegeben, kein Zweifel. 

Ich schwimme mich ein und will dann ein verkürztes Technikprogramm absolvieren. Ich habe den Herren einen Technikplan geschrieben, für den sie eine Stunde Zeit haben, und den muß ich runterkürzen.

Immerhin gilt es 30Minuten zu schwimmen. Jetzt, da ich dem Knie auch wieder regelmäßige Fahrrad"belastung" zumute, will ich mich genau an die Arztvorgaben halten und kein Risiko eingehen. Der Arzt sagte 30Minuten Belastung am Stück ist vollkommen ausreichend um das Knie wieder ohne es zu Überlasten, etwas in Schwung zu bringen, solange es taub ist. Und das ist es noch immer an einigen Stellen. Die Taubheit ist also ab sofort mein Indikator für die Belastung. 

Das Schwimmprogramm heute trägt außerordentlich zu meiner Erheiterung bei. Ich habe mir bei swim.de eine neue Übung rausgesucht, die ich heute mit großem Elan und allem Ehrgeiz, den ich so aufbieten kann absolvieren möchte: den schwimmenden Fahnenmast. Da ein Video dabei ist, konnte ich mich bildlich auf zu Hause auf die Übung einstimmen und kann sie nun versuchen. Unnötig zu erwähnen, dass im Video dabei keiner untergeht oder sich totlacht. In unserem Schwimmbad ist das also nicht aufgenommen. Ich gehe auf der 25m mehrfach jäh unter, lache mich halbtot und bekomme lustige Krämpfe an verschiedensten Stellen. Und das alles nur, weil die Koordination zu dieser Übung so schwer ist, dass ich noch viele Trainingseinheiten brauchen werde, bis das was wird. Wenigstens geht es den Männern genauso. Die Mädels schwimmen ein anderes Programm. Das tun sie höchstwahrscheinlich deshalb, weil sie bereits Fahnenmastspezialisten sind... oder ihre Grenzen einfach besser einschätzen können als ich. 

Ich tippe auf die Spezialisten. 

Montag, 21. Juli 2014

Radeln in Frieden

Das angekündigte Unwetter läßt heute auf sich warten. Das heißt natürlich, dass wir heute gut noch mal eine Runde raus können um Fahrrad zu fahren, andererseits heißt es natürlich auch, dass die Abkühlung, die lang ersehnt ist, bislang noch nicht erfolgte. Es ist schwül und so fahren der Zeugwart und ich heute in kurz/kurz Fahrrad. Ich habe keine Klamotten die farblich zum Fahrrad passen und wir können unseren einen Bekannten förmlich seufzen hören, weil das für ihn der größte Frevel ist, den es überhaupt gibt. Er wird sich grämen, sollte er jemals davon erfahren. Na ja, wenigstens passen meine Socken farblich zum Trikot. Ich arbeite mich langsam vor. 

Zum fahren reicht das Outfit aber. Zumindest heute. Ich habe gangmäßig jede Menge Luft nach oben und könnte wie die wilde Watz durch den Wald fegen. Das klappt aber nicht. Ich fahre total langsam, gefühlt allerdings immer noch zu schnell. Und stetig tretend, zumindest meistens. Das leichte Auf- und Ab im Wald ist anstrengend und ich mache ein paar Atempausen. Ohne Atmen wird's im Wald nämlich schnell wahnsinnig anstrengend. Der Zeugwart erinnert mich regelmäßig an das Atmen, das Treten oder das Gas geben. Er ist eine wahnsinnig gute Unterstützung, die ich bei so einer Waldausfahrt ganz offenbar auch bitter nötig habe.

Auf der Strasse fühle ich mich mittlerweile wieder relativ wohl, im Wald wird das wohl noch ein paar Ausfahrten auf sich warten lassen. Bis zum radeln in Frieden vergeht noch ein bisschen Zeit.