I know of no single factor that more greatly affects our ability to perform than the image we have of ourselves. (..) The most dramatic changes that take place…occur when you abandon a concept of self which had previously limited your performance. My job is to let go of the concepts and limiting images which prevent me from perceiving and expressing my greatest potential.”


(Timothy Gallwey, author of Inner Game of Tennis; in The Total Runner by Dr. Jerry Lynch)

Dienstag, 15. April 2014

Klopf, klopf

Na das fängt ja schon mal gut an. Die erste richtige Trainingswoche und schon wird geschludert... oh oh. Das Jahresziel klingt zwar nicht so krass, aber trotzdem wäre es gut, wenn das Schludern nicht gleich am ersten Trainingstag anfängt. Nun ja. Jetzt ist es nicht mehr zu ändern. Das Kind ist quasi bereits "buchstäblich" in den Brunnen gefallen. 

Dafür war ich heute wieder mal beim Zahnarzt. Ich sollte eigentlich nur hin, wenn ich Schmerzen oder Probleme habe. Gut. Schmerzen habe ich keine, das ist ganz erfreulich und Probleme habe ich seit einigen Tagen auch keine mehr... aber ich habe nicht das Gefühl, dass ich kraftvoll zubeißen kann, wie der Bieber in der Werbung. 

Der Erklärbär legt heute deshalb ordentlich Hand an den Zahn. Es wird gerüttelt, gedrückt und geklopft dass sich die Balken biegen könnten, wenn welche da wären. Sind aber keine da. Auch gut.  Aufmachen tut auch keiner, obwohl der Erklärbär jedem Zahnbewohner, falls es denn welche gibt, deutlich klar macht, dass es gut wäre, wenn jetzt geöffnet würde. 
Mein unfestes Gefühl bestätigt der Erklärbär nicht. Er gibt sogar die ausdrückliche Genehmigung zum Brötchen abbeißen. Alles ist fest und total belastbar. Ich soll mich trauen und den Zahn nutzen. Er wäre top in Schuss. 

Das klingt doch schon mal ganz gut. Ich gehe also sofort los und beschaffe ein Brötchen. Mal sehen, wann ich mich traue da rein zu beißen. Wahrscheinlich werde ich direkt dann ins Brötchen beißen, wenn ich auch trainiere. Kann also nicht mehr lange dauern. Ich kann ja nicht ewig schludern. 

Montag, 14. April 2014

Alles zu seiner Zeit.

Ein Jahr ist mein Ausflug mit Joey Kelly nun schon her. Wahnsinn, was ein Jahr so schnell vergeht. Unglaublich. Vor allem auch, was in dem Jahr bis heute so alles passiert ist. Abseits des schweren Fahrradunfalls, der erste Radsturz überhaupt in meinem Leben, über die Mitteldistanz in Köln bis zum geordneten Training durch IQ Athletik. Es tut sich schon eine Menge in so einem Jahr. 

Ab heute starten der Trainer und ich wieder "voll" durch. Der Trainingsplan ist meinem derzeitigen Leistungsvermögen natürlich angepasst. Ich backe dieses Jahr kleine Brötchen und mache "dem kleinsten Licht" was er im Kader hat wirklich alle Ehre. Der Plan beginnt heute gleich mal mit einem offiziellen Ruhetag. Da macht sich der Trainer aber gleich mal beliebt, obwohl er das überhaupt nicht nötig hat. 

Ich habe nun ein paar Wochen versucht selbst die Kurve zu bekommen, Trainingseinheiten zu machen, sinnvoll aufeinander abgestimmt und langsam steigernd. Allerdings bin ich dafür nicht geeignet. Das muß ich einfach einsehen. Ich bin dafür zu faul wirklich zu steigern. Oder ich bin nicht ehrgeizig genug. Es fällt mir einfacher, wenn der Trainer sagt, das paßt, mach das, als wenn ich mir so was selbst überlegen soll. Außerdem kann er mit den richtigen Übungen im Athletikbereich an den richtigen Wochentagen, abgestimmt auf den Heilungs- und Erholungsprozess sicherlich mehr erreichen, als ich, wenn ich mal eine Kniebeuge mache. Ich lege die Reha nun also vollkommen in seine Hände und bin guter Dinge dabei. 

Das Ziel, das mit den Ärzten abgesprochen ist, lautet: 10km laufen im Dezember. Das sollte drin sein. Und wenn alles so paßt, wie ich es mir vorstelle, dann möchte ich wieder ohne zu zittern Fahrrad fahren und auch noch mal bei einer Mitteldistanz starten. 

Alles zu seiner Zeit eben. 

Sonntag, 13. April 2014

Kiwi Yoghurt -Produkttest Fitnessguru


Vor einiger Zeit habe ich von Fitnessguru ein paar Testprodukte zugeschickt bekommen und der Zeugwart ist selbstverständlich, da ordentlich am trainieren, die perfekte Testperson. Außerdem kann man dem Zeugwart auch so einiges vorsetzen und er probiert. Da ist der Zeugwart eben einfach ein interessierter und neugieriger Zeitgenosse. Ich muß mich immer erst mal rantasten. 

Heute probiert der Zeugwart One Whey Kiwi Yoghurt. Wir haben ein Sachez mit 30er Pulver, das mit 300ml Wasser angerührt werden soll. Von Yoghurt ist die Konsistenz daher weit entfernt. Aber so ist die Anweisung und bei einem Test wird natürlich alles so gemacht, wie es sein soll. Logisch. Kreativ werden können wir immer noch. 

one whey soll dem Sportler dabei helfen Fett zu verbrennen und Muskeln aufzubauen. Es soll außerdem die übliche Regenerationszeit verkürzen. Solche Eigenschaften bei einem Test festzustellen, ist natürlich schwierig. Wir testen daher eher den Geschmack und die Konsistenz. 

Kiwi ist nicht so unsers. Und um es Yoghurt zu nennen ... nun, da sollte man etwas weniger Wasser zum anrühren nehmen. 

Freitag, 11. April 2014

Sport mit Bienen

Wir haben einen Bienenstock ganz in der Nähe. Oder viel mehr... wir wohnen offensichtlich so extrem naturverbunden, dass sehr viele Insekten, darunter auch zahlreiche Bienen, auf unserem Balkon dauerhaft zu Gast sind. Ich mache es natürlich nicht besser, in dem ich die Balkonkästen mit zahlreichen blühenden rosa, pink und weissfarbenen Blumen bepflanze, das weiß ich. Insekten mögen Blumen und so bringt die eine Auskundschafterbiene natürlich gleich nachdem sie im Bienenstock die Richtung angetanzt hat, viele Freunde mit. 

Natur hin oder her. Ohne geht's eben nicht. Paßt ja auch soweit. Ich bin zwar ein Stadtmensch, aber ein Sommer ohne Balkonblumen geht irgendwie gar nicht. Und weil es so herrlich draußen ist, nutze ich den Balkon heute wieder um Rolle zu fahren. 

Die Bienen lieben mein Rädchen und die Rolle. Ich bin ihnen einfach nur egal. Aber das Rädchen! Schon als ich adrett gekleidet rauskomme sitzen Bienen am Rahmen und auf den Bremsen, bevölkern den Lenker und prüfen, ob der Sattel auch für Bienenpo's bequem ist. Andere, das sind wahrscheinlich eher die technikinteressierten, als die Sportlichen, untersuchen die Rolle ganz genau. Die Technik hinten, die Anstellklappe und die Kabel. Alle Bienen sind hochinteressiert. Sogar die Vorrichtung, auf der das Vorderrad leicht erhöht ruht wird genauestens ausgekundschaftet. 

Ich teile beherrscht aber deutlich mit, dass ich nun gedenke hier sportlich aktiv zu werden und deshalb um sofortige Freigabe des Sportgerätes bitte. Dann wische ich mit meinem Handtuch leicht am Rädchen entlang. Die Bienen fliegen auf und verziehen sich auf die Balkonkästen. Ich nehme Platz und fange an zu treten. 


Ich bin zwar skeptisch, ob diese sportliche Einheit bienenfrei bleibt... aber ich kann mir ja nun weder von Ausreden noch von Bienen die Tage bestimmen lassen. Fremdbestimmt ist man sowieso viel zu oft. 

Heute lese ich weiter und die Zeit verfliegt nur so. Der Kindle war einfach die beste Anschaffung seit langem. Unfassbar, dass ich mich so lange gegen dieses Knallergerät gewehrt habe. Verstehen muß ich das nicht. 


Nachdem ich abgestiegen bin, zum Handtuch greife und mir durch die tropfnassen Haare fahre, sind die Bienen wieder dran. Als hätten sie gewartet. Ich bin etwas überrascht, denn vier Stück fliegen zielstrebig direkt vom Blumenkasten wieder auf mein Rad. Allerdings ist jetzt nur der auf dem Lenker liegende Kindle interessant. Und das Oberrohr. Zum Umblättern reicht das Gewicht einer Biene beim Kindle allerdings nicht aus. Ich könnte hierzu sicherlich die ein oder andere Forschung betreiben. Oder ich lasse es und gehe einfach duschen. Vorher baue ich aber noch die Rolle ab und stelle sie rein... nicht dass die Bienen allzu sportlich oder besitzergreifend werden. 

Donnerstag, 10. April 2014

Nachbarschaftskontrolle


Warum auch immer, es ist geschehen. Der Wettergott hat ein Einsehen mit mir. Oder mit dem Sport?  Meine Narbe schmerzt und das Wetter ändert sich. 
Ehe ich heute also mit dem Ausreden überlegen beginne, stelle ich die Rolle auf den Balkon. Warm ist es nicht, aber trocken. In der Nachbarschaft ist einiges los, so dass ich die ersten Minuten nur damit beschäftigt bin, Kinder Häusern zuzuordnen und Rasen mähende Männer im Geiste anzufeuern. 

Weil ich davon natürlich irgendwann genug habe, Rasen dann einfach kurz genug gemäht sind und alle Kinder in den Häusern stecken, wo sie auch hingehören, greife ich zum Kindle und lese. Ich könnte natürlich auch Löcher in die Luft starren, aber lesen ist doch schöner. Der Kriminalroman, den ich gerade lese, geht wirklich leicht von der Hand. Der Kindle ist einfach ein prima Radbegleiter. 

Als ich nass geschwitzt absteige habe ich 60Seiten gelesen, alle nachbarschaftlichen Rasen haben eine adäquate Kürze und der Hund von gegenüber hat seinen Besitzer davon überzeugt, dass ständiges Sitz und Platz machen einfach blöd ist. Bis auf den Hundebesitzer sind also alle zufrieden. 

Ich mache noch ein Bild von meiner Kurbeleinstellung, weil ich heute mit dem Trainer telefoniert habe und ihm erzählen konnte, dass wir langsam wieder starten können. Natürlich nicht mit dem Training für eine Mitteldistanz. Wir starten langsam und machen alles ohne zu übertreiben. 


Mein Jahresziel haben die Ärzte limitiert und nur mit größter Beachtung meines Körpergefühls gestattet. Wenn es so weitergeht mit der Erholung wie bisher, dann ist ein 10km Lauf am Ende des Jahres ein gesundes Ziel, was mein Knie und mein Kiefer höchstwahrscheinlich gut vertragen. Radeln und Schwimmen als Alternativtraining sind gut und erwünscht, aber gerade Rad fahren bauen wir langsam auf. Mein Kopf und ich. 

Und ab Montag ist dann auch wieder mein Trainer mit an Bord. Er freut sich auf das Training, hat er gesagt.  

Dienstag, 8. April 2014

Rolle fliegen

Ich möchte sportlich etwas tun, aber so richtig trauen tue ich mich auch nicht. Die Laufrunde hat mir gut getan, allerdings hatte ich auch ordentlich Muskelkater gestern. Rad fahren alleine fühlt sich nicht gut an, sagt mein Bauch. So machen das bestimmt Menschen, die so richtige Sportmuffel sind. Ausreden suchen und finden, was das Zeug hält. Genial. Man kann so tatsächlich seine Zeit verbringen und sich wirklich relativ plausibel erklären, warum Sport nicht geht. Extrem unser Verstand. 

Ich will mich nicht unnötig aufhalten, also ziehe ich mich einfach um und schaffe die Rolle auf den Balkon. Wenn es eben Laufen nicht ist und Rad fahren draußen auch nicht. Dann gehe ich eben auf die Rolle. Ich lasse mir doch nicht von so einer beknackten Ausrede den Tag versauen. Als ich fertig bin mit dem Aufbau stelle ich fest, dass es draußen verdammt windig ist. Wow. Ehe ich also auf der Rolle festfriere oder mitsamt der Rolle wegfliege, wie Mary Poppins, baue ich alles wieder ab und im Wohnzimmer wieder auf. 

Langsam anfahren muß ich nun nicht mehr. Ich bin nämlich nun warm und zwar mehr als ausreichend. Ich kann heute mit Widerstand fahren. 30Minuten und ich fühle mich richtig gut dabei. So kann es weitergehen. 

Sonntag, 6. April 2014

Die Jahre vergehen

Heute fahren der Zeugwart und der Motivator zusammen die RTF in Rüsselsheim. Es gibt dort zwar auch eine kurze Strecke, allerdings ist die noch immer zu lange für mich. Also schlafe ich länger und versuche dann gegen halb 10h aus unserem Bett aufzustehen. Ich bin in der letzten Nacht schrecklich stark gealtert und komme nun deshalb kaum hoch. 

Es könnte natürlich auch am Schwimmmuskelkater liegen und ich bin noch genauso alt wie gestern. Weiß ich jetzt nicht so genau. Bis ich aus dem Bett rausgekrabbelt bin, vergeht auf jeden Fall ein bisschen Zeit. 

Ich will heute sportlich sein, deshalb ziehe ich mir meine Sportklamotten an und überlege, was ich machen könnte. Ich möchte eigentlich gerne Rad fahren. Da wäre ich allerdings alleine und irgendwie fühlt sich das nicht angenehm an. Deshalb gehe ich lieber laufen. Quälen möchte ich mich heute schließlich nicht. 

Das Laufen geht ganz gut. Ich laufe 20Minuten am Stück, mache dann eine Gehpause und laufe dann mit zweimal 10Minuten plus Gehpausen wieder zurück. Insgesamt schaffe ich so 5km und bin eine gefühlte Ewigkeit unterwegs. Aber ich finde einen neuen Weg. Das ist ein Erfolg. Ich finde gut zurück nach Hause, mittlerweile kenne ich mich in der Gegend schon ganz gut aus. 

Jetzt tut mir endgültig aber alles ordentlich weh. Der Lauf hat mich gefühlt noch weitere 20 Jahre altern lassen...